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Gute Förderchancen für Gründungswillige in Sachsen

Eine Analyse zeigt, dass der Freistaat im Bundesvergleich viel potenzielles Fördervolumen bietet. In der Praxis hakt es bisweilen an Transparenz und Zugänglichkeit.

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Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Schreibtisch und reichen sich die Hand.
Die Förderzusage in der Tasche? Das kann dauern, zeigt ein bundesweiter Vergleich. Foto: Adobestock

Dresden. Gründerinnen und Gründer in Sachsen können mit Darlehen von bis zu 20 Millionen Euro pro Vorhaben besonders hohe Förderbeträge erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Büro- und Telefondienstleisters ebuero. Allerdings sei der Zugang in der Praxis an zahlreiche Bedingungen geknüpft. Die Förderlandschaft in Deutschland sei „komplex und unterscheidet sich je nach Bundesland deutlich“, heißt es in der Untersuchung. Diese wiederum zeigt, dass sich Förderprogramme nicht nur in ihrer Höhe, sondern vor allem in ihrer Struktur deutlich unterscheiden. Sachsen punktet hier vor allem mit dem „Sachsenkredit Universal“, der Finanzierungen von bis zu 20 Millionen Euro ermöglicht. Gefördert werden sowohl Investitionen als auch laufende Betriebskosten, ergänzend kann ein Tilgungszuschuss gewährt werden. Und: Im Fokus stehen nicht nur Gründungswillige, sondern etwa auch Unternehmensnachfolgen und Modernisierungen. Auch das Programm „Sachsenkredit Gründen und Wachsen“ bietet mit Finanzierungen von bis zu fünf Millionen Euro gute Möglichkeiten, heißt es in der Analyse.

Wer das Fördersystem durchschaut, hat gute Chancen
In Bundesländern wie Sachsen oder Hessen kommen demnach „häufig großvolumige, standardisierte Förderdarlehen zum Einsatz, die breit für Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen genutzt werden“. Demgegenüber sei die Förderstruktur in Stadtstaaten und wirtschaftsstarken Regionen wie Berlin, Hamburg oder Bremen stärker ausdifferenziert und eher eine Kombination spezialisierter Instrumente wie kleinere Darlehen, Zuschüsse und Beteiligungskapital. „Die Analyse zeigt, dass Förderprogramme in Deutschland weniger an fehlendem Volumen scheitern als an ihrer Struktur. Viele Angebote sind theoretisch umfangreich, in der Praxis jedoch an komplexe Voraussetzungen gebunden oder schwer zugänglich. Für Gründer und Gründerinnen bedeutet das: Der tatsächliche Finanzierungsspielraum hängt nicht nur von der Höhe der Programme ab, sondern maßgeblich davon, wie gut sie sich im Fördersystem orientieren und passende Instrumente kombinieren können“, so Laura Keddi, VP Marketing & Customer Success bei ebuero. (an)

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