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Insolvenzverfahren gegen Heidenauer Handelsfirma Germanshop24 eröffnet

Die meisten Waren wurden in die USA geschickt. Die von dort verhängten Einfuhrzölle sind laut Insolvenzverwalter ein Grund für das Scheitern. Dass die Chefs nun auch in Amerika sind, habe keine Auswirkungen auf das Verfahren.

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Drei Tage lang wurde im April das Heidenauer Lager von Germanshop24 ausverkauft. Quelle: Karl-Ludwig Oberthür

Heike Sabel

Heidenau. Die letzten Waren wurden bereits im April verkauft, am 29. Mai wurde das Insolvenzverfahren für die Heidenauer Firma Germanshop24 eröffnet. Darüber informiert der Insolvenzverwalter Dr. Martin Dietrich.

Das Unternehmen hatte von Heidenau aus deutsche Lebensmittel vor allem nach Amerika verkauft und in Spitzenzeiten acht Mitarbeiter. Die Produkte waren im April an drei Tagen von einer Auktionatorin verkauft worden. Damals konnten auch schon gepackte Kartons als sogenannte Mysterypakete gekauft werden. Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma war bereits da selbst in Amerika. Auf den Ablauf des hiesigen Insolvenzverfahrens habe das keinen Einfluss, sagt Dietrich.

Drei Tage Ausverkauf im Heidenauer Lager

Als Ursachen für die Insolvenz nennt der Insolvenzverwalter zwei Hauptgründe. Durch das Einführen von Einfuhrabgaben in den USA zu Beginn des Jahres hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert. Dazu kam die spürbare Erhöhung der Frachtkosten.

Die geschäftsführenden Gesellschafter haben vor diesem Hintergrund strategisch entschieden, künftig direkt bei Groß-Importeuren in den USA einzukaufen und für die Warenbeschaffung nicht mehr die Dienste einer eigenen Gesellschaft in Deutschland in Anspruch zu nehmen, sagt Steuerrechtsfachanwalt Dietrich.

Die Führung des Betriebes in Heidenau sei infolge der Abwesenheit auch nicht einfach gewesen. Die zuletzt in Heidenau verbliebenen Waren seien jedoch nur von geringem Umfang gewesen.

SZ

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