Von Annett Kschieschan
Leipzig. Sehen und gesehen werden – darum geht es bei jeder Messe. Und in den Messehallen in Leipzig wollten das in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 besonders viele Menschen. Insgesamt 86 Veranstaltungen fanden bis Ende Juni statt – Messen, aber auch Kongresse und Events mit hoher Strahlkraft, darunter die Leipziger Buchmesse mit Rekordbeteiligung. Aber auch die größte ostdeutsche Maschinenbaumesse Intec/Z, der Festakt „125 Jahre Deutscher Fußball-Bund“, das Internationale Deutsche Turnfest und das Internationale Transport Forum waren große Erfolge. „Leipzig ist eine internationale Bühne. Die Leipziger Messe trägt ihren Teil dazu bei, Leipzig national und international sichtbar zu machen“, konstatiert Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger. Die internationale Vernetzung sei ein großer Wachstumsfaktor.
Das Geschäftsmodell wächst
Einer, der sich in Zahlen messen lässt. Knapp ein Fünftel des gesamten Messevolumens wird mittlerweile an anderen Standorten generiert. Nachdem bereits 2024 als überaus erfolgreiches Jahr in die Messe-Geschichte einging, wird auch für 2025 mit weiteren Rekorden gerechnet. Das Unternehmen peilt einen Umsatz von „deutlich über 100 Millionen Euro“ an. „Wir haben gerade das stärkste erste Halbjahr seit Jahrzehnten erlebt – das zeigt, dass unser Geschäftsmodell nicht nur trägt, sondern wächst“, sagt Martin Buhl-Wagner, ebenfalls Geschäftsführer der Leipziger Messe.
2025 ist überdies Jubiläumsjahr. Die Leipziger Messemacher feiern „860 Jahre Leipziger Messen“ und den 60. Geburtstag des Messemännchens. Man wolle weiterhin „Motor und Impulsgeber für Wirtschaft und Innovation in der Region“ sein, betont die Geschäftsführung und wirbt bereits für einen spannenden Messe-Herbst, unter anderem mit efa:ON und netze:ON, der Hobbymesse Leipzig, protekt – der führenden Konferenz für den Schutz kritischer Infrastrukturen – und nicht zuletzt mit der Verleihung der Goldenen Henne. Neu im Veranstaltungs-Portfolio ist das immocation Festival.


