Von Annett Kschieschan
In der industriellen Fertigung, im Handwerk und inzwischen auch in Gastronomie, Medizin und Logistik – Robotik ist aus vielen Branchen und Unternehmen auch in Sachsen nicht mehr wegzudenken. Das liegt einerseits an den technischen Möglichkeiten, andererseits aber auch am Fachkräftemangel, der in vielen Betrieben noch immer ein Problem ist. Die International Federation of Robotics (IFR) geht davon aus, dass sowohl Nachfrage als auch Angebot steigen werden. Vor allem auch, weil die KI die Autonomie von Robotern steigert.
Das IFR geht dabei von zwei Säulen aus: Analytische KI unterstützt vor allem die Auswertung großer Datenmengen und die Mustererkennung. Roboter könnten zum Beispiel eigenständig Routen und Aufträge optimieren.
Generative KI ermöglicht noch mehr, nämlich den Übergang von regelbasierter Automatisierung hin zu lernfähigen Systemen. Keine Frage, es wird sich viel tun in der Robotik. Und Sachsen will dabei selbst Akzente setzen und Innovationen vorantreiben. Genau hier setzt Robotics Saxony an. Das Netzwerk versteht sich als Plattform und Impulsgeber für alle Akteure von Robotik und KI im Freistaat. Das Innovationscluster macht Kompetenzen sichtbar, schafft Synergien und stärkt den Transfer zwischen Forschung und Industrie gezielt. Dabei versteht man Robotik und KI ausdrücklich nicht isoliert, sondern als Schlüsseltechnologie für zahlreiche Branchen – von der Produktion über die Medizintechnik bis hin zur Landwirtschaft und Logistik.
„Mit einer starken Industrielandschaft, exzellenten Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie einem wachsenden Ökosystem innovativer Unternehmen bietet der Freistaat ideale Voraussetzungen, um robotische Lösungen von morgen zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen“, so die Einschätzung des Netzwerks.
Starke Kompetenzen – gebündelt im Netzwerk
In Sachsen treffen spezialisierte kleine und mittelständische Unternehmen auf international tätige Industrieunternehmen, Start-ups auf erfahrene Forschungspartner. Diese Vielfalt ist die Stärke. Robotics Saxony bringt diese Akteure zusammen, schafft Austauschformate und unterstützt Kooperationen, die Innovation beschleunigen.
Das bietet Robotics Saxony:
gezielte Vernetzung innerhalb der Branche,
Zugang zu aktuellen Entwicklungen aus Forschung und Praxis,
Sichtbarkeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene,
Mitgestaltung strategischer Themen im Bereich Robotik
Ein aktuelles Beispiel für die inhaltliche Weiterentwicklung ist der neu gegründete Arbeitskreis Humanoide Robotik. Hier werden Kompetenzen rund um menschenähnliche Robotersysteme gebündelt – von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung in spezifischen Branchen. Ziel ist es, frühzeitig Trends zu erkennen, Anwendungsfelder zu erschließen und Sachsen auch in diesem dynamischen Zukunftsfeld sichtbar zu positionieren.
Robotik und KI sind Zukunftsthemen mit enormem Potenzial. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigender Wettbewerbsdruck, technologische Komplexität. Hier möchte das Cluster Orientierung bieten und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Hier engagiert sich Robotics Saxony:
Technologietransfer und Innovationsförderung
Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung
Sichtbarkeit des Standorts Sachsen und Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
Unterstützung von Start-ups und neuen Ideen Der erklärte Anspruch ist es, Sachsen als führenden Robotik- und KI-Standort weiter zu stärken und nachhaltig zu positionieren.
Zwei Tage, zwei Highlights: Robotik erleben
Wer wissen will, was Sachsen in Sachen Robotik zu bieten hat und wie vielfältig die Ansätze des Netzwerks Robotics Saxony sind, sollte sich bereits jetzt den Dezember vormerken. Dann lädt Robotics Saxony gleich zu zwei hochkarätigen Veranstaltungen nach Chemnitz ein:
Am 2. Dezember findet das Robotics Symposium mit dem Schwerpunkt Medizintechnik statt. Im Mittelpunkt stehen Robotik, Künstliche Intelligenz und Automatisierung in der Chirurgie, der Krankenhauslogistik, der Rehabilitation sowie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine im Gesundheitswesen. Das Symposium bietet Fachvorträge, Best Practices und Raum für intensiven Austausch zwischen Medizin, Forschung und Industrie.
Am 3. Dezember folgt das große Cluster-Event in Chemnitz. Hier werden Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Experten und Expertinnen, Entscheider und Entscheiderinnen und Multiplikatoren aus ganz Deutschland sowie aus den Partnerregionen Dänemark und Japan zusammengebracht.
Das gibt es beim Cluster-Event in Chemnitz:
spannende Fachvorträge zu aktuellen Robotik-Trends,
Einblicke in innovative Anwendungen und Best Practices,
Raum für Austausch, Diskussion und neue Kooperationen,
die Möglichkeit, das Netzwerk persönlich kennenzulernen
„Wer sich über die neuesten Entwicklungen informieren, Kontakte knüpfen oder eigene Ideen einbringen möchte, sollte diese Termine nicht verpassen“, werben die Organisatoren. Netzwerke leben vom gegenseitigen Austausch und von starken Partnerschaften. Deshalb ist jeder eingeladen, selbst ein Teil von Robotics Saxony zu werden – ob als Unternehmen, Forschungseinrichtung oder Einzelperson.
Förderhinweis: Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


