Von Annett Kschieschan
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer reist vom 6.bis zum 11. Mai in die USA. In der Metropole an der Ostküste will er sich auch für den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen Sachsens stark machen.
Einmal New York und zurück – das ist Michael Kretschmers Plan für die zweite Maiwoche. Vom 6. bis zum 11. Mai reist Sachsens Ministerpräsident in die USA. Begleitet wird er von einer 78-köpfigen Delegation, bestehend aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Justiz. Das Ziel: Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern knüpfen und die Netzwerke in Wirtschaft und Forschung stärken.
So wird Kretschmer unter anderem den Hauptsitz des Chipherstellers Globalfoundries besuchen. In der Dresdner Fabrik des Unternehmens arbeiten rund 3.200 Beschäftigte. Mit einer Reinraumfläche von 52.000 Quadratmetern ist die sogenannte Fab 1 das größte und modernste Halbleiterwerk in Europa. Mehr als 12 Milliarden US-Dollar flossen bisher in den Standort Dresden. Grund genug, dem Mutterunternehmen in New York einen Besuch abzustatten. Geplant ist auch ein Gespräch mit CEO Dr. Thomas Caulfield. Des Weiteren findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Strukturwandel und Kohleausstieg am Andlinger Center for Energy and Environment an der Princeton University statt. Einen Vor-Ort-Termin gibt es auch bei Niles-Simmons-Hegenscheidt. Das Werkzeugbauunternehmen betreibt einen Standort in Chemnitz. Bei der Step USA Pitch Night stellen sich mehrere sächsische Unternehmen, darunter viele Start-ups, vor.
Zu Besuch bei der Brüdergemeine
Kulturpolitischer Höhepunkt der Reise ist die Ausstellungseröffnung „Aufbruch – Netz – Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut“. In diesem Zusammenhang ist auch ein Besuch bei der Herrnhuter Brüdergemeine in Bethlehem, Pennsylvania, geplant. Hintergrund ist die transnationale Bewerbung der „Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine“ als UNESCO-Welterbe, an der Sachsen zusammen mit der amerikanischen Stadt Bethlehem beteiligt war. Die USA sind einer der wichtigsten Handelspartner Sachsens. 2021 belegten sie nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Platz zwei bei den sächsischen Exporten und Platz vier bei den Importen. Zahlreiche US-Unternehmen sind im Freistaat ansässig, viele davon im Bereich der Mikroelektronik.


