Komsa.jpg

100 Millionen Euro Kapital für Technologie-Händler Komsa

12.01.2022
Der IT-Dienstleister Komsa will 100 Millionen Euro Kapital in neue Projekte investieren. Dank des Homeoffice-Trends stieg der Umsatz auf Rekordniveau.

Hartmannsdorf. Mit 100 Millionen Euro frischem Kapital will der Technologie-Händler Komsa neue Projekte forcieren. Das Geld sei über Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Kapitalmarkt eingeworben worden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz am Montag mit.

Ursprünglich sei nur ein Volumen von 70 Millionen Euro vorgesehen gewesen, doch wegen einer großen Nachfrage von Investoren sei es aufgestockt worden. Mit dem Geld wolle das Unternehmen etwa Trainings- und Vertriebskapazitäten für Cloud-Aktivitäten ausbauen sowie eine digitale Plattform für den An- und Verkauf gebrauchter Smartphones aufbauen.

Neuer Rekord-Umsatz

"Wir freuen uns sehr über die extrem hohe Investorennachfrage", sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon. Er sprach von einem "Vertrauensbeweis" für sein Unternehmen und einem Beleg dafür, dass Komsa mit seiner Neuausrichtung auf dem richtigen Weg sei.

Komsa hat rund 1.200 Beschäftigte und zählt zu den größten Familienunternehmen in den ostdeutschen Flächenländern. 1992 gegründet, begeht es dieses Jahr sein 30. Jubiläum. Im Geschäftsjahr 2020/21 war der Umsatz nach früheren Angaben auch dank des Booms bei Homeoffice und Homeschooling in der Corona-Pandemie auf ein Rekordniveau von 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht. (dpa)

Zur Newsletter-Anmeldung

Bestellen Sie jetzt den kostenlosen E-Mail-Newsletter WIRTSCHAFT in Sachsen und erhalten Sie ab sofort 1x die Woche aktuelle Neuigkeiten aus dem sächsischen und dem nationalen Wirtschaftsgeschehen.

Newsletter bestellen

Weitere Artikel

Chefin der Dresdner UN-Universität verstärkt Unternehmerpreis-Jury

Chefin der Dresdner UN-Universität verstärkt Unternehmerpreis-Jury

Edeltraud Günther, Direktorin des Unu-Flores-Instituts der Vereinten Nationen, unterstützt die Suche nach den besten Ressourcenmanagern in Sachsen.

"Bitte nicht noch einen Lockdown"

"Bitte nicht noch einen Lockdown"

Nach der erneuten Corona-Zwangspause dürfen Fitnessstudios wieder öffnen. Wie es im My Gym in Kamenz jetzt läuft und was die Chefin besonders kritisiert.

Sachsens DGB-Chef: "Entsetzt über Umgang mit Kohle-Millionen"

Sachsens DGB-Chef: "Entsetzt über Umgang mit Kohle-Millionen"

Markus Schlimbach wurde im Amt bestätigt. Nach der Wiederwahl spricht er über die Schuldenbremse und eine neue Arbeiterbewegung.

Kommt langsam wieder Leben in die Stadt?

Kommt langsam wieder Leben in die Stadt?

Lokale dürfen länger öffnen, Kinos sind offen. Das zieht vor allem am Wochenende Besucher in die Dresdner City. Warum das nicht reicht.