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Aus Maricann wird Wayland

Landkreis Mittelsachsen 10.10.2018
Die Hanffabrik firmiert künftig unter einem neuen Namen.

Naunhof. Die Zentrale von Maricann Group Inc. gab jetzt bekannt, dass sie ihren Firmennamen in Wayland Group Corp. ändern wird. Die Umbenennung der Gruppe ist Teil ihrer internationalen Expansionsstrategie. Der neue Name soll das inzwischen aufgebaute Portfolio an Cannabis-Produkten für medizinische Zwecke, zur Nahrungsergänzung und für den Freizeitgebrauch widerspiegeln, heißt es in einer Presseerklärung.

Die Wayland Group verfügt für ihre Produktion von medizinischem Cannabis über eine „Good Manufacturing Practice“-Zertifizierung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA.). Mit dieser Lizenz kann die Wayland Group stark THC-haltigen Cannabis nach Deutschland importieren, das hier noch nicht angebaut werden darf. Ein erster Testimport ist erfolgt. Mittelfristig sollen größere Mengen zur deutschen Produktionsstätte in Naunhof geliefert werden. Dort soll das medizinische Cannabis bis zur Auslieferung an Apotheken in ganz Deutschland zwischengelagert werden. Später, wenn für den Cannabis-Anbau in Deutschland Lizenzen erteilt sind, will das Unternehmen im früheren Naunhofer Schlachthof mit seinen über 70 Kühlräumen vor Ort fünf- bis sechsmal im Jahr Cannabis ernten. Die Industrieanlage entspricht höchsten Sicherheitsanforderungen. Deshalb wurde sie als einzige Indoor-Produktionsstätte in Deutschland ausgesucht und erworben.

Verarbeitet werden dagegen bereits Cannabisblüten mit geringem THC-Gehalt, die keine Rauschwirkung haben. Dieser Hanf wird auf rund 180 Hektar um Döbeln und Oschatz angebaut. Die extrahierten Öle sind Bestandteil von Kapseln für Nahrungsergänzungsmittel. Unter www.mariplant.de gibt es derzeit schon cannabidiolhaltige (CBD) Gelkapseln, die auf Basis der mehrfach patentierten „VESIsorb“-Emulsionstechnologie hergestellt wurden. Die Marke „Mariplant“ soll erhalten bleiben.

 

Von Birgit Ulbricht

Ulb.

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