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BASF baut Batteriefabrik in der Lausitz

13.02.2020
Nach Tesla investiert auch die BASF in Brandenburg und baut nahe der sächsischen Landesgrenze eine neue Fabrik. 2022 soll sie in Betrieb gehen.

Nun hat es doch geklappt: Die Lausitz wird Teil der Europäischen Batterieallianz. BASF will in Schwarzheide im Landkreis Oberspreewald-Lausitz eine Anlage zur Produktion von Batterie-Kathodenmaterialien für jährlich rund 400.000 Elektroautos aufbauen. Das teilte der internationale Chemiekonzern am Mittwoch mit. 

Der Standort Schwarzheide mit derzeit 3.500 Beschäftigten wird Vorprodukte aus der ersten Produktionsanlage vom BASF im finnischen Harjavalta verwenden. Beide Anlagen sollen im Jahr 2022 in Betrieb gehen.

Diese Entscheidung wird von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach einhellig begrüßt. Eine Förderung durch den Bund im Rahmen des ersten gemeinsamen europäischen Projekts zur Batteriezellfertigung (IPCEI) und durch das Land Brandenburg ist vorgesehen. 

Medienberichten zufolge geht es um Investitionen von rund 500 Millionen Euro für die neue Fabrik. „Die Investitionsentscheidung von BASF ist ein starkes Signal für die Region und für die Zukunft des Automobilstandorts Deutschland“, betonte Altmaier. Ziel sei es, „die qualitativ besten und nachhaltigsten Batterien in Deutschland und Europa zu bauen“, so der Bundeswirtschaftsminister. Kathodenmaterial, wie es BASF liefert, macht rund 70 Prozent der Materialkosten einer Batteriezelle aus.

Jobs für die Zeit nach der Kohle

Hintergrund für die Ansiedlung ist die Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Batteriezellenfertigung in der Europäischen Union (EU) mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschusst werden kann. Dabei geht es um die sogenannte Batterieallianzen, an der sieben Länder beteiligt sind. 

Die fünf deutschen Unternehmen in der ersten Batterieallianz sind BASF, BMW, Opel, Umicore und Varta. Für Deutschland gilt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro, die als staatliche Beihilfen beigesteuert werden können.

„Wir haben intensiv für diese starke Ansiedlung bei BASF gearbeitet“, betonte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Sein Besuch Anfang 2019 gemeinsam mit Wirtschaftsminister Jörg Steinbach in der BASF-Konzernzentrale in Ludwigshafen habe offensichtlich Früchte getragen, so Woidke. Für die Lausitz sei das eine sehr gute Nachricht. Das ist ein entscheidender Beitrag, um nach dem Kohleausstieg Industriearbeitsplätze in der Region zu sichern und neue zu schaffen. „Zugleich unterstreicht sie unseren Weg zu klimaneutraler Mobilität. Mit Tesla und BASF greifen zwei Räder ineinander“, so Woidke.

 

Von Nora Miethke

Foto: © Bernd Settnik/dpa

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