lampe.jpg

Chinesen sind interessiert am Bankhaus Lampe

Dresden 07.01.2020
Der Mischkonzern Fosun bietet für die Bank, die zur Oetker-Gruppe gehört und im schwachen Zinsumfeld aber zuletzt deutliche Gewinneinbußen hinnehmen musste.

Der Verkauf des Bankhausese Lampe geht nach Informationen der FAZ in die heiße Phase. Nachdem die UBS, der französische Bankier Philippe Oddo – seines Zeichens Eigner der Frankfurter BHF-Bank – sowie die zu ABN Amro gehörende Privatbank Bethmann den Interessentenkreis verlassen haben, läuft nach Mdieninformationen alles auf einen chinesischen Käufer hinaus. 

Der Mischkonzern Fosun soll deutlich mehr als 300 Millionen Euro bieten. In dieser Höhe beliefsich das Angebot der Bankiers Oddo. Bereits im  vergangenen Jahr wurden die Chinesen Mehrheitsaktionär der angeschlagenen Modekette Tom Tailor, zudem sind sie seit 2016 Mehrheitseigentümer der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. 

Das Bankhaus Lampe wurde 1852 als unabhängige deutsche Privatbank gegründet. Seit 1949 ist das Unternehmen Teil der Oetker-Gruppe und sieht sich vor allem dem Mittelstand verpflichtet. Die sächsische Niederlassung in Dresden wurde 2007 eröffnet, mitten in der Finanzkrise. Die betreuten Privatkunden verfügen über ein liquides Vermögen von mindestens 500.000 Euro. Bei Firmenkunden entscheidet der Unternehmensumsatz. Von den derzeit zwölf deutschen Niederlassungen des Bankhauses Lampe gibt es nur noch zehn. Der Dresdner und der Bremer Standort sind  im Verlauf des Jahres 2019 geschlossen worden. 

2019 wurde das Bankhaus vom Eigentümer Oetker zum Verkauf gestellt. Das niedrige Zinsumfeld machte der Bank zuletzt zu schaffen. Der Gewinn sackte auf 15 Millionen Euro und damit ein Fünfjahrestief ab. Auch das verwaltete Vermögen schrumpfte von 22,4 auf 19,1 Milliarden Euro.

 

Von Ines Mallek-Klein

Foto: © Bankhaus Lampe

 

Weitere Artikel

„Sachsen gründet – Start-up 2020“: scanacs GmbH gewinnt

„Sachsen gründet – Start-up 2020“: scanacs GmbH gewinnt

Jung, sächsisch, innovativ – die scanacs GmbH ist Gewinner des diesjährigen Preises „Sachsen gründet – Start-up 2020“. Die Dresdner konnten das Publikum in der Online-Abstimmung am besten mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und sich nun über 60.000 Euro Medialeistung freuen.

Dresdner kämpfen um digitale Eigenständigkeit

Dresdner kämpfen um digitale Eigenständigkeit

Cloud&Heat zeigt deutschen und französischen Ministern, wie Daten sicher in der Cloud gespeichert werden können

So sieht der neue Betrieb in der Weinau aus

So sieht der neue Betrieb in der Weinau aus

Die Arno Hentschel GmbH aus Oderwitz hält trotz Corona an den Neubau-Plänen in Zittau fest. Jetzt gibt's die erste Außenansicht als Grafik.

Rekordproduktion im Stahlwerk

Rekordproduktion im Stahlwerk

Trotz Corona läuft es bei Feralpi. Aber nicht von allein.