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Die Sachsen kaufen mehr ein

23.02.2021
Trotz Corona: Die Umsätze im sächsischen Einzelhandel sind im vergangenen Jahr gestiegen. Doch davon hatten nicht alle etwas.

Von Georg Moeritz 

Dresden. Die Wirtschaft in Sachsen ist im Corona-Jahr 2020 geschrumpft – aber nicht der Einzelhandel. Das Statistische Landesamt in Kamenz meldete am Montag, die Umsätze hätten um fast sieben Prozent zugelegt. Nach Abzug von Preiserhöhungen blieb immer noch ein reales Plus von mehr als fünf Prozent.

Die Kamenzer Statistiker stellten aber auch fest, dass Mode- und Schuhverkäufer ein schlimmes Jahr hinter sich haben: Ihre Umsätze gingen um mehr als ein Fünftel zurück, verglichen mit dem Jahr 2019. Vor allem das Weihnachtsgeschäft fehlte ihnen, denn die Läden wurde wegen Corona in der Adventszeit geschlossen und durften bis heute nicht wieder öffnen – nur zum Abholen bestellter Waren. Einige Wartende waren am Montag in der Dresdner Innenstadt beispielsweise vor C & A und vor dem Haus des Buches zu sehen.

Weniger Schuhverkäufer, mehr Versandhändler

Wachstum fanden die Statistiker vor allem bei Supermärkten, beim Handel in Apotheken und mit medizinischen und kosmetischen Artikeln. Die höchste Umsatzsteigerung aber stellten sie „erwartungsgemäß“ im Versandhandel fest. Um rund ein Viertel wuchs innerhalb eines Jahres der Umsatz der Sparte „Einzelhandel nicht in Verkaufsräumen“. Dorthin floss etwa ein Sechstel der sächsischen Einzelhandelsumsätze.

Der Wechsel zum Online-Handel lässt sich auch auf dem Arbeitsmarkt feststellen: Die Zahl der Beschäftigten in Läden für Bekleidung und Schuhe sank im Jahresdurchschnitt um fast fünf Prozent. Um den gleichen Prozentsatz wuchsen zugleich die Belegschaften der Versandhändler, aber auch der Supermärkte.

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