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Dulig wirbt bei britischen Firmen für Sachsen

17.05.2022
Nach dem Brexit will der Wirtschaftsminister im drittwichtigsten Exportmarkt Großbritannien die Wettbewerbsposition sichern.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig will nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) die Wirtschaftsbeziehungen zum Vereingten Königreich vertiefen. Dazu reist der SPD-Politiker vom 15. bis 20. Mai unter anderem nach London, Birmingham und in die schottische Hauptstadt Edinburgh. Das teilte das Ministerium am Freitag mit. Der Fokus der Reise liegt auf den Bereichen Bahntechnik und Energie, insbesondere Wasserstoff, sowie Life Sciences.

Die Reise dient laut Ministerium der gezielten Standortwerbung und Investorenpflege. Daher seien sowohl Besuche von Unternehmen und Forschungseinrichtungen als auch politische Gespräche mit Parlamentariern vorgesehen. Der Wirtschaftsminister wird von einer 20-köpfigen Delegation begleitet.

Der Brexit sei für die sächsische Wirtschaft ein tiefer Einschnitt, betonte Dulig. „Unsere Unternehmen sehen sich durch den Verlust von Binnenmarkt und Zollunion aktuell vor allem mit bürokratischen Herausforderungen sowie steigenden Logistik- und Verwaltungskosten konfrontiert.“Großbritannien zählt als drittwichtigster Exportmarkt zu den bedeutendsten Handelspartnern des Freistaats. 2021 verkauften sächsische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,74 Milliarden Euro ins Vereinigte Königreich. Damit nahmen die sächsischen Ausfuhren nach Großbritannien im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel zu, nachdem sie im Jahr 2020 um 14 Prozent zurückgegangen waren.

Außenwirtschaft und Internationalisierung seien wesentlich für den Weg aus der Krise, betonte Dulig mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. „Dass gerade kleinteilige internationale Lieferketten überdacht werden müssen, hat sich bereits im Zuge der Corona-Pandemie gezeigt - und diese Frage verschärft sich nun mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.“

Ursprünglich war die Reise Duligs im November 2021 geplant, musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. (SZ/nm)

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