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Florena in Waldheim vorerst sicher

Landkreis Mittelsachsen 07.10.2019
Der Kosmetik-Riese Beiersdorf plant ein neues Werk in Leipzig. Welche Rolle Florena Waldheim dabei spielt, ist noch offen.

Am Dienstag vergangener Woche hat der Beiersdorf-Konzern bekanntgegeben, in Leipzig ein neues Werk bauen zu wollen, das schon im Jahr 2022 mit der Produktion beginnen könnte. Welche Funktion der Waldheimer Tochter Beiersdorf Manufacturing dann zukommt, steht noch nicht fest. Nur soviel: „Es gibt Überlegungen, dass der Neubau organisatorisch zur Beiersdorf Manufacturing GmbH in Waldheim gehören wird“, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Konkrete Szenarien liegen aber noch nicht vor.“

Die Beiersdorf AG Hamburg befinde sich derzeit in Gesprächen mit der Stadt Leipzig. Diese betreffen den Neubau eines Werkes im Norden der Messestadt in Seehausen. Die Zustimmung des Leipziger Stadtrates stehe jedoch noch aus.

Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) ist über die Pläne durch den Geschäftsführer des Waldheimer Werkes, Stephan Roelen, informiert worden. Bereits vor einigen Wochen habe er ihm erzählt, dass Beiersdorf auf der Suche nach einem Standort ist, an dem unter anderem Sprayflaschen mit Pflegeprodukten – sogenannte Aeserole – hergestellt werden sollen. „Damals stand aber noch nicht einmal fest, dass es in Sachsen sein soll“, so Ernst. 

Dass es nun der Freistaat geworden ist, freut ihn. „Machen wir uns nichts vor, einen Standort mit so einer großer Fläche und der logistischen Anbindung an die Autobahnen wie in der Großstadt Leipzig hätten wir hier gar nicht bieten können“, so Ernst. Als Bürgermeister sei er darüber informiert worden, dass die Auslegung des neuen Leipziger Werkes eine ganz andere sein soll, als sie die Produktionsstätte in Waldheim habe. Insofern mache er sich zum derzeitigen Zeitpunkt keine Sorgen um den Standort in Waldheim. „In die Glaskugel schauen, was einmal in zehn oder 20 Jahren sein wird, kann ich aber auch nicht.“

Erst Anfang des Jahres hatte Beiersdorf in Waldheim investiert und eine neue Abfüllanlage für Flaschen und die dazugehörigen Mischer einbauen lassen. An der neuen Linie werden vor allem Gesichtspflegeprodukte der Marken Nivea und Eucerin produziert, so eine Sprecherin. Wie viel Geld das Unternehmen dafür in Waldheim ausgegeben hat und ob weitere Investitionen folgen, ließ die Sprecherin Anfang des Jahres offen.

 

Von Elke Braun

Foto: © dpa-Zentralbild
 

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