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Genossenschaft wirft Vorstand raus

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 29.11.2019
Nach einem "Vertrauensverlust" trennt sich die Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo von einem leitenden Angestellten. Doch es gibt auch eine gute Nachricht.

Bei der Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo hat es kürzlich einen Wechsel im Vorstand gegeben, der mehr Fragen offen lässt als Antworten gibt. Wie Friederike Ebert, einer der Vorstände jetzt erst mitteilte, habe man sich bereits zum 30. September von dem langjährigen Mitarbeiter getrennt.

Robert Vetter sei wegen eines Vertrauensverlustes abberufen worden, heißt es in einer knappen Mitteilung. Nähere Angaben dazu machte die Genossenschaft nicht. Für Vetter rückt Angela Malucha zeitlich begrenzt in das Führungsgremium der Genossenschaft. 

Immerhin gibt es aus der Verwaltung an der Rabenauer Straße auch eine gute Nachricht. Die Genossenschaft beteiligt ihre Mitglieder wieder an den wirtschaftlichen Erfolgen. So gibt es für alle eine genossenschaftliche Rückvergütung in Höhe von 6,5 Prozent der im Vorjahr gezahlten Nettokaltmiete. Die Prozentzahl bezieht sich auch auf das 65-jährige Bestehen der Genossenschaft. Insgesamt schüttet die Gewo 475.000 Euro an ihre Mitglieder aus. Das Geld wird Anfang Dezember ausgezahlt.

Zudem bekommen Familien mit schulpflichtigen Kindern einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro zu den Schülerbeförderungskosten. Klein- und Vorschulkinder erhalten wie gewohnt einen Gutschein für Spiele-Max im Wert von 50 Euro. Auch alleinstehende Mieter über 75 Jahre können sich über eine Aufmerksamkeit freuen: Sie erhalten einen monatlichen Zuschuss zum Hausnotrufdienst in Höhe von 25 Euro.  

Die Gewo ist Freitals zweitgrößter Vermieter. Sie verfügt in Freital, Bannewitz, Wilsdruff und Rabenau derzeit über 2.444 Wohnungen. Hinzu kommen Gewerberäume, Garagen und Stellplätze. 18 Mitarbeiter sind für die Gewo tätig. Insgesamt hat die Genossenschaft rund 5.000 Wohnungsnutzer. Diese zahlen im Schnitt eine Kaltmiete von 4,49 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die günstigsten Wohnungen sind schon für 3,80 Euro pro Quadratmeter zu haben.

 

Von Annett Heyse

Foto: © Karl-Ludwig Oberthuer

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