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Glashütter Uhren noch nicht geschützt

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 13.01.2020
Der Bund will eine Verordnung erlassen. Dazu gibt es aber noch Abstimmungsbedarf.

Der im September vom Deutschen Bundesrat beschlossene besondere Schutz der Marke  Glashütter Uhren ist noch nicht rechtswirksam. Die entsprechende Verordnung sei noch nicht erlassen worden, erklärte der Sprecher des Bundesjustizministeriums, Stefan Zimmermann, auf Anfrage.

 An der Verordnung werde noch gearbeitet. Sein Ministerium stehe dazu in engem Austausch mit dem Sächsischen Justizministerium. Das Ziel ist aber klar. Auch das Bundesjustizministerium wolle den Schutz der Herkunftsangabe "Glashütte" zielgerichtet verbessern. "Die Abstimmungen zu der Verordnung sollen im zweiten Quartal abgeschlossen werden", so Zimmermann.

Mit der Verordnung soll das Label "Made in Glashütte"  geschützt werden. Damit Unternehmen ihre Zeitmesser damit verkaufen können, müssen nach der vom Bundesrat beschlossenen Verordnung wesentliche Herstellungsstufen in Glashütte erfolgen. Hier muss unter anderem das Uhrwerk montiert und in Gang gesetzt werden. Auch die Feinregulierung muss in der Uhrenstadt erfolgen. In Glashütte müssen zudem auch das Zifferblatt montiert, die Zeiger gesetzt und das Uhrwerk eingeschalt werden. 

Die Reglungen basieren auf seit Jahren geltenden Vereinbarungen der Firmen, die durch eine gerichtliche Rechtsprechung später definiert wurden. Bis zur neuen Verordnung gilt, dass mindestens 50 Prozent der Arbeit am Uhrwerk in Glashütte erbracht werden müssen, um eine Uhr mit der Herkunftsbezeichnung Glashütte anbieten zu können.

In Glashütte sind mehrer Uhrenhersteller aktiv. Zeitmesser werden von den Manufakturen und Fabriken A. Lange & Söhne, Glashütte Original, Nomos Glashütte, Mühle, Grossmann Uhren, Tutima, Wempe, Union und dem Uhrenatelier Bruno Söhnle gebaut. 

 

Von Maik Brückner

Foto: © Archiv/ Egbert Kamprath

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