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Joop verteidigt Job für Manufaktur

Landkreis Meißen 10.10.2019
Der Modedesigner gibt Einblicke zu seiner Berater-Tätigkeit für die Porzellanmanufaktur Meissen in den letzten Jahren der DDR.

Er habe sich „irre stolz“ gefühlt, in der DDR eine Person mit Privilegien gewesen zu sein. So äußert sich Modedesigner Wolfgang Joop in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung Taz über seinen Berater-Job unter anderem für die Porzellanmanufaktur Meissen Ende der 1980er Jahre. 

Der Unternehmer hielt damals im Osten Vorträge und sollte eine eigene Kollektion für das Traditionshaus entwerfen. Sein Stolz sei allerdings verdreht gewesen, so der heute 74-Jährige. In der DDR habe er von einer Welt berichten können, welche die Menschen dort nicht kannten, jedoch „wahnsinnig exotisch“ gefunden hätten.

Ziel seiner Einladung in den Osten sei es gewesen, vor allem die Devisen einbringenden Wirtschaftszweige weiter zu stärken, resümiert Joop in der Taz. Er sehe dies im Nachhinein nicht kritisch, sondern sei vor allem froh, dass er niemanden denunzieren musste. 

Nach drei Jahren ging die Zusammenarbeit ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende. Dies habe mit der Flucht von Generaldirektor Reinhard Fichte in den Westen und den einsetzenden Wende-Wirren zusammengehangen, schätzt der Potsdamer Unternehmer ein. 

 

Von Peter Anderson

Foto:  ©  Archiv/dpa

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