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Jung soll Präsident des Städtetages werden

Leipzig 23.05.2019
Sollte Leipzigs Rathauschef Burkhard Jung die Wahl gewinnen, wäre er der erste Oberbürgermeister einer ostdeutschen Kommunen an der Spitze des Deutschen Städtetages.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) soll neuer Präsident des Deutschen Städtetages werden. Er werde auf der Hauptversammlung des kommunalen Spitzverbands Anfang Juni für den Posten kandidieren, sagte Jung Ende voriger Woche. "Für dieses Amt als Präsident des Deutschen Städtetages nominiert zu werden, ist eine große Ehre - für mich persönlich aber auch für die Stadt Leipzig", sagte Jung.

Die Wahl ist am 6. Juni in Dortmund geplant. Jung wird von der SPD nominiert, die abwechselnd mit der Union das Vorschlagsrecht für den Präsidentenposten hat. Das Ehrenamt wird für zwei Jahre besetzt. Derzeit hat es Markus Lewe (CDU) inne, der Oberbürgermeister von Münster. Einen Gegenkandidaten wird es nach Angaben des Städtetages nicht geben.

Jung wäre der erste Oberbürgermeister einer ostdeutschen Kommune an der Spitze des Städtetages. "Dass uns Leipzigern das zugetraut wird, heißt auch: Wir sind angekommen in der Bundesliga der deutschen Städte", sagte Jung. Leipzig sei vielleicht "die erste gesamtdeutsche Stadt in diesem Land". "Wie alle großen Städte stehen auch wir vor den Herausforderungen Verkehr, Wohnen, Demografie. An der Spitze des Deutschen Städtetages ist man die Stimme der Städte im Kanzleramt und kann die Interessen der Städte vertreten", erklärte Jung.

Dass Jung sich für das Amt bewirbt, bedeutet auch, dass er nächstes Jahr erneut zur Oberbürgermeisterwahl in Leipzig antreten wird. Das hatte er zuletzt offen gelassen. Voriges Jahr wollte er Chef des Ostdeutschen Sparkassenverbands werden, war aber nach Gerangel um den lukrativen Posten durchgefallen. Der 61-Jährige ist seit 2006 Rathauschef in Leipzig. Ein kleines Risiko geht er mit Blick auf die Städtetags-Präsidentschaft ein: Verliert er die OBM-Wahl, kann er auch nicht mehr Präsident des Städtetages sein. (dpa)

 

Foto: © dpa

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