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Karls Erlebnis-Dorf Döbeln: So geht's weiter

26.04.2021
Döbeln ist Karls Erlebnis-Dorf wieder einen Schritt näher: Im Juni soll schon der erste Entwurf für den Bebauungsplan vorliegen. Das ist allerdings sportlich.

Von Jens Hoyer 3

Döbeln. Der Döbelner Stadtrat hat grünes Licht für das Aufstellen des Bebauungsplans für „Karls Erlebnisdorf Döbeln/Mittelsachsen“ gegeben. Bei der Planung für die 17 Hektar große Fläche gibt es einige Probleme zu meistern, sagte Baudezernent Thomas Hanns vor dem Stadtrat.

Zum einen sei das der Umweltschutz, aber auch die Lage in einer Trinkwasserschutzzone, die ein spezielles Niederschlagswasser-Konzept nötig macht. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Anbindung des Gebietes an das Verkehrssystem. Es gibt einen bereits bestehenden Verkehrsknoten direkt vor der Planungsfläche in Döbeln Nord. Dort ist die A 14 an die B 169 angebunden.

Damit sind nicht nur das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), sondern auch das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) mit der Autobahn GmbH in die Planungen eingebunden. Das FBA gibt es erst seit diesem Jahr. „Die neu strukturierte Behörde macht die Zusammenarbeit nicht einfacher“, sagte Hanns. Für die technische Lösung für den zu schaffenden Verkehrsknoten sei eine Untersuchung in Auftrag gegeben worden, so Hanns.

„Wir sind voll dabei, die Planungen vorzubereiten. Wir haben da schon einen guten Stand erreicht“, so der Baudezernent. Dazu hatte es in der vergangenen Woche einen Erörterungstermin mit dem Investor Robert Dahl, mit den Planern und den beteiligten Fachämtern im Volkshaus gegeben. Es soll eine vorzeitige Beteiligung der Behörden geben, so Hanns.

Baustart von Karls Erlebnis-Dorf im nächsten Frühjahr?

Bereits im Juni soll dem Stadtrat der Vorentwurf des Bebauungsplans vorgelegt werden. „Das ist ein sportliches Ziel. Wir gehen davon aus, dass wir das hinbekommen“, sagte Hanns. Der darauf folgende Entwurf wird öffentlich bekannt gemacht und damit auch die Öffentlichkeit an dem Verfahren beteiligt.

Wie Investor Robert Dahl sagte, kann die Baugenehmigung eventuell schon Ende dieses Jahres beantragt werden, wenn das Genehmigungsverfahren für das Erlebnisdorf einen bestimmten Stand erreicht hat. Wenn im Frühjahr kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden kann, könnte Karls Erlebnisdorf eventuell Ende des Jahres 2022 eröffnet werden.

Im ersten Bauabschnitt will die Karls Tourismus GmbH an der A 14 rund 15 Millionen Euro investieren. Neben den Freizeitattraktionen wie Erdbeer-Raupenbahn, Tobeland und Traktorbahn sind die Schaumanufakturen etwa für Marmelade, Kaffee, Brot, Seife und Schokolade eine der tragenden Säulen.

Für den Verkauf von themenbezogenen und Manufakturwaren ist eine Fläche von 2.500 Quadratmetern vorgesehen. Eine andere wichtige Säule ist die Gastronomie. Geplant ist auch der Bau eines Hotels mit 200 Betten.

Stadtrat Ingo Kutsch (CDU) bat darum, auch die umliegenden Ortsteile wie Gärtitz und Pommlitz bei den Planungen mit zu beachten. „Einige Leute werden die kurzen Wege aus der Stadt und in die Stadt benutzen. Bitte vergesst die Infrastruktur in diesen Ortsteilen, die Radwege und Fußwege nicht“, sagte Kutsch.

Die Verkehrsanbindung von Karls Erlebnisdorf sei ein wichtiges Thema, erwiderte Hanns. Es werde nicht nur die Erschließung durch Busverkehr und einen Shuttleverkehr vom Hauptbahnhof geplant. Auch der Rad- und Fußgängerverkehr werde berücksichtigt.

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