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Kostenfalle Ladesäule

15.09.2020
An öffentlichen Ladesäulen kommen oft verschiedene Preismodelle zum Einsatz. Versorger arbeiten an mehr Transparenz.

Von Daniel Krüger 

Das sächsische Umweltministerium plant, Investitionen in den Bereichen Energie, Klima und Umwelt mit staatlichen Finanzhilfen anzuschieben. Gerade in der Corona-Zeit gebe es Bedarf, andere Probleme und Krisen nicht zu vergessen, sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Montag in Dresden. 

Insgesamt 4,9 Millionen Euro stellt das Ministerium in den kommenden zwei Jahren für den neuen "eku-Zukunftspreis" des Freistaats bereit. Damit sollen Projektideen, Ansätze und Konzepte teilfinanziert werden, die "den Aufbruch in eine nachhaltige, klimafreundliche Gesellschaft" begleiten. 

Auf die Frage, inwiefern die Verleihung mehr als nur Imagepflege sein wird, betonte Günther, man wolle mit der Vergabe der Preisgelder bewusst in die Breite gehen. "Oberstes Ziel ist es, an viele Leute heranzukommen. Deshalb setzen wir auf Stückelung", so Günther. 

In der ersten Vergabekategorie mit dem Namen "eku idee" können sich Schulen, Vereine, Initiativen, aber auch Privatpersonen bewerben. Die Preisgelder von 2.000 bis 9.000 Euro sollen - so die Vorstellung des Ministeriums - als Beihilfe gedacht, um die Projekte tatsächlich umzusetzen. 

Die bei der Vorstellung des Preises geladene Schulleiterin des Berufsschulzentrums für Agrarwirtschaft Dresden, Anja Unger, zeigte sich optimistisch. "Viele Schüler wollen etwas tun und treten auch mit Wünschen an ihre Schulleitung heran", sagte Unger. Mit dem Geld des Ministeriums sei es etwa möglich, Betonflächen zu begrünen oder etwas für den Artenschutz zu tun. 

In der zweiten Kategorie "eku innovativ" hofft Günther vor allem, Start-ups und Wissenschaftler zu erreichen, die im Bereich Energieeffizienz und Recycling Geld für Forschung und Produktion benötigen. 

"Ich begegne bei Terminen immer wieder Menschen, die zum Beispiel bereits einen Prototypen gebaut haben und länger darauf warten, endlich loszulegen", sagte Günther. Mit bis zu 20.000 Euro will der Freistaat umwelttechnische Innovationen belohnen. Über die Preise, die im Dezember erstmals vergeben werden, soll ein Fachgremium entscheiden. 

Informationen und Bewerbungsformulare auf www.eku.sachsen.de. Bewerbungsschluss für beide Kategorien ist der 31. Oktober 2020. 

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