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Müssen Beschäftigte um Lohn bangen?

10.09.2020
Die Freude über den neuen Investor bei der Papierfabrik Kübler & Niethammer in Kriebstein überwiegt. Trotzdem gibt es deutliche Unsicherheiten.

Von Elke Braun

Kriebstein. Das Insolvenzverfahren der Kübler & Niethammer Papierfabrik ist aufgehoben worden. Mit den Schönfelder Papierfabriken Annaberg-Buchholz hat der Betrieb in Kriebstein einen neuen Eigentümer. Mit ihm soll es Tarif-Verhandlungen geben. „Die Gespräche stehen allerdings noch ganz am Anfang“, sagte Klaus Wirth, Gewerkschaftssekretär der IG BCE Dresden-Chemnitz. In welche Richtung die Verhandlungen gehen sollen, sei noch völlig offen. 

Das bestätigte auch Steffen Tast, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates der Kübler & Niethammer GmbH. Allein die Tatsache, dass es Verhandlungen geben soll, sorge für Unruhe unter den verbliebenen 130 Beschäftigten. Ziel des Betriebsrates sei es, in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft dafür zu sorgen, dass keiner der Mitarbeiter künftig weniger Geld in seiner Lohntüte hat.

20 Entlassungen während Insolvenzverfahren

Steffen Tast bestätigte überdies, dass es während des Insolvenzverfahrens etwa 20 Entlassungen gegeben hat. „Die Kündigungen sind im Mai ausgesprochen worden. Vorwiegend sind Mitarbeiter der Verwaltung betroffen gewesen“, sagte er. 

Nach Informationen, die Sächsische.de vorliegen, sei dies eine sehr traurige Situation gewesen. So sei Mitarbeiterinnen gekündigt worden, die gerade aus der Elternzeit zurückgekehrt waren.

Auf alle Fälle überwiege aber die Freude darüber, dass ein Investor gefunden worden ist und es weitergeht, so der Betriebsrat. Gespannt sei die Belegschaft auch darauf, welche neuen Produkte eingeführt werden. 

Die Vorhaben seien sehr komplex und würden deshalb einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Geschäftsführung des Unternehmens war am Mittwoch für ein Gespräch nicht zu erreichen.

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