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Neue Chirurgen an der Radeberger Klinik

Landkreis Bautzen 13.02.2019
Dr. Thomas Legler und Andrzej Rosinski sind Spezialisten bei der Behandlung von Unfallpatienten.

Das geschieht mitunter sehr schnell: auf einer Eisplatte ausgerutscht oder mit dem Fahrrad gestürzt. Gerade bei älteren Menschen sind oft Knochenbrüche die Folge. Um solche Patienten bestmöglich behandeln zu können, verstärkt die Asklepios-ASB Klinik Radeberg die unfallchirurgisch-orthopädische Abteilung.

Zwei neue Ärzte bereichern jetzt das Team: Nach Angaben von Oberarzt Matthias Wehner ist mit Dr. Thomas Legler ein ausgesprochener Experte für spezielle Unfallchirurgie dazugekommen. "Er ist für die weitere Entwicklung der Unfallverletztenversorgung und den Aufbau eines Zentrums für Alterstraumatologie verantwortlich. Dabei geht es insbesondere um die Behandlung von Verletzungen und Wunden bei älteren Menschen."

Thomas Legler ist außerdem spezialisiert auf Erkrankungen und Verletzungen des Ellenbogengelenkes. "Die Altersmedizin wird in der Orthopädie der Klinik eine immer größere Rolle spielen, auch durch Zunahme von alterstypischen Erkrankungen wie etwa Osteoporose", so der Oberarzt Matthias Wehner. Der Mediziner Andrzej Rosinski ist ebenfalls neu an der Radeberger Klinik. "Er ist ein Unfallchirurg mit hoher Kompetenz, besonders in der Kreuzbandchirurgie sowie der Arm und Bein- sowie der Beckenchirurgie. Er ist dabei Experte der arthroskopischen Chirurgie, im Volksmund Schlüsselloch-Chirurgie genannt. Die beiden neuen Ärzte ersetzen die langjährigen Kollegen Michael Pippig und Thomas Alpermann, die die Klinik im vergangenen Jahr verlassen haben, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

Um die hohe Qualität bei der Versorgung der Patienten mit Gelenkerkrankungen durch die Implantation von Endoprothesen an Hüften, Kniegelenken, Schultern und weiteren Körperregionen zu sichern, hat der Arzt Dr. Jens Redlich, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, eine zusätzliche Ausbildung begonnen. Er lässt sich an der Asklepios Orthopädischen Klinik Hohwald zu einem speziellen orthopädischen Chirurgen weiterbilden.

Das Radeberger Krankenhaus ist seit Jahren führend im Bereich der Unfallchirurgie und Orthopädie und auch Mitglied im sogenannten Trauma-Netzwerk Ostsachsen. Das Netzwerk aus Krankenhäusern kümmert sich um die Behandlung von Unfallopfern. Seit 2014 ist das Haus zertifiziertes Endoprothetikzentrum. Das Qualitätszertifikat wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie verliehen. Dafür nehmen unabhängige Prüfer jährlich die Abläufe in der Abteilung unter die Lupe.

Zudem müssen in diesem Bereich Fachkräfte mit der entsprechenden Erfahrung arbeiten. 2017 wurde 138-mal ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt. Hinzu kamen 102 Eingriffe am Knie und 15 Schulterendoprothesen. Auch Behandlungen des Sprunggelenks und die Arthroskopie am Kniegelenk, Schulter und Sprunggelenk nach Unfällen gehören seit Längerem zu den Möglichkeiten. Um als Klinik solche Eingriffe durchführen zu dürfen, müssen zum Beispiel mindestens 50 Kniegelenks-Operationen pro Jahr laufen. In Radeberg sind es also immerhin doppelt so viele. Außerdem werden beispielsweise künstliche Kreuzbänder eingesetzt und Knorpelbereiche rekonstruiert. Es kommen seit einiger Zeit auch ganz individuelle Gelenk- oder eben Teilgelenk-Prothesen zum Einsatz.

Im Vergleich mit anderen Krankenhäusern schneidet die Asklepios-Klinik besonders gut ab. Bei einem Ranking von knapp 2 000 Krankenhäusern in ganz Deutschland landet Radeberg auf Rang 273 und lässt damit mehr als drei Viertel aller Häuser hinter sich. Zu diesem Ergebnis kam das F.A.Z.-Institut in einer Studie. Die Mitarbeiter hatten 2018 Daten unter anderem von Patienten ausgewertet, so den Klinikführer der Techniker Krankenkasse, Angaben auf dem Portal klinikbewertungen.de, und die sogenannte Weiße Liste der Bertelsmannstiftung. Außerdem wurden die Qualitätsberichte der Krankenhäuser herangezogen. Bewertet wurde nicht nur die medizinische und technische Ausstattung der Krankenhäuser, sondern auch die Zufriedenheit der Patienten im Hinblick auf Unterbringung, Beratung und Behandlung.

 

Von Thomas Drendel

Foto: Heiko Schubert

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