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Neue Fernzüge fahren an Sachsen vorbei

Dresden 14.03.2019
Die spanischen Flitzer,  mit denen die Bahn ab 2023 ihre Eurocity-Flotte ersetzen will, kommen nicht bis in den Osten.

 Mehr Komfort, mehr Verlässlichkeit, mehr Platz. Das verspricht die Deutsche Bahn ihren Kunden mit neuen Fernverkehrszügen. Der „ECx“ des spanischen Herstellers Talgo wurde am Mittwoch in Berlin virtuell vorgestellt und soll ab Ende 2023 die alte Eurocity-Flotte ersetzen. Die Züge bieten ICE-Komfort: WLAN, viel Platz für Gepäck, ein Bordbistro, Fahrgastinformation in Echtzeit, dazu stufenlose Einstiege. Eine Mehrsystemlok mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern zieht 17 Waggons mit insgesamt 570 Sitzplätzen, davon 85 in der 1. Klasse. Der erste Abruf von 23 Zügen im Wert von 550 Millionen Euro ist Teil eines Vertrags über bis zu 100 Garnituren. Die Bahn steht wegen Verspätungen und technischen Mängeln ihrer Fernzüge massiv unter Druck.

Die Züge sollen im internationalen Verkehr Berlin – Amsterdam fahren und dort die Fahrzeit um rund 30 Minuten auf 5:50 Stunden verkürzen. Auch der Einsatz von Karlsruhe, Berlin und Köln auf die Insel Sylt sowie von Köln nach Oberstdorf ist geplant. Die EC-Verbindungen von Prag über Dresden nach Berlin seien – wie andere Linien via Leipzig – nicht vorgesehen, hieß es auf SZ-Anfrage. Schon die neue Intercity-Generation ICE 4 macht seit Ende 2017 um Ostsachsen einen großen Bogen. 

 

Von Michael Rothe

Foto: Deutsche Bahn 

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