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Neuer Chef im Uhrenmuseum

08.07.2020
Dr. Ulf Molzahn tritt die Nachfolge von Reinhard Reichel an. Zunächst lässt er sich einarbeiten.

Von Maik Brückner 

Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte bekommt einen neuen Leiter. Zum 1. September wird Dr. Ulf Molzahn Nachfolger von Reinhard Reichel. Wie Museumssprecher Michael Hammer informiert, lässt sich Molzahn bereits ab 1. Juli von Reichel einarbeiten.

Dr. Ulf Molzahn wurde in Greifswald geboren und ist dort aufgewachsen. Er ist promovierter Historiker. Studiert hat er an der Uni Leipzig. Dort schloss er 1995 zunächst ein Magisterstudium ab. Danach war er zehn Jahre an der Universität tätig.

In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit dem sächsischen Adel im 16. Jahrhundert. Zudem arbeitete er an der 2. Sächsischen Landesausstellung „Glaube und Macht“ in Torgau 2004 mit. Zwischen 2005 und 2007 leitete er die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte in Großbothen. 

Seit 2008 Verbindung zu Glashütte

2008 übernahm Molzahn die Leitung des Historisch-Technischen Museums der Stadt Sömmerda sowie des ansässigen Stadtarchivs. "Mit dieser Tätigkeit entstand die Verbindung zu Glashütte", so Hammer. Denn ähnlich wie in Glashütte wurden auch in Sömmerda bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein mechanische Rechenmaschinen hergestellt. Zahlreiche Ingenieure waren dabei Absolventen der Ingenieurschule für Feinwerktechnik Glashütte.

"In seiner neuen Funktion beim Deutschen Uhrenmuseum Glashütte wird er für die Weiterentwicklung des Museums im Sinne der Stiftung verantwortlich sein", so Hammer.

Dr. Ulf Molzahn ist 52 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. 

Der Historiker löst Reinhard Reichel ab, der das Museum seit 1992 ununterbrochen leitet und über mehrere Jahre auch Geschäftsführer der Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek“ war. Reichel ist ein ausgewiesener Experte für Glashütter Uhren und die Geschichte der Stadt sowie der hiesigen Uhrenindustrie. Zum 1. September wird sich der Dittersdorfer wie geplant in den Ruhestand verabschieden.

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