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Nomos-Geschäftsführer wechselt von CDU-Fraktion zu den Grünen

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 11.02.2019
Der Glashütter Uwe Ahrendt ist ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv. Zukünftig unter neuer Flagge.

Das ist ein kommunalpolitischer Paukenschlag. Der Geschäftsführer der renommierten Uhrenmarke Nomos in Glashütte wechselt die Seiten. Seit 1999 saß er als Parteiloser im Stadtrat von Glashütte. Dorthin ist er über die Liste der CDU gewählt worden. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai will er wiedergewählt werden. Dann sucht man ihn auf der CDU-Liste jedoch vergeblich, denn Ahrendt hat sich nun von der Partei Bündnis 90/Die Grünen aufstellen lassen – weiter als Parteiloser. „Auf dem Land spielt die Parteizugehörigkeit ja nicht so eine Rolle wie etwa in der Bundespolitik“, sagt Ahrendt. In Glashütte gebe es keine geschlossenen Fraktionen. Dieses Mal wollte er besonders Borges Neubauer und seine Naturschutzinitiativen unterstützen. Zudem wolle er sich weiter für mehr Kultur in der Region engagieren und Mittler zwischen Kommunalpolitik und den Uhrenfirmen sein, die nicht nur für Glashütte Bedeutung hätten. Der Unternehmer hatte zuletzt die katholische Kirche samt Pfarrhaus in Glashütte erworben und saniert. „Am 9. März wird es dort das erste Konzert geben“, sagt er. Auch nach den fremdenfeindlichen Demonstrationen in Chemnitz meldete er sich zu Wort: „Ein Klima von Intoleranz und Rassismus wollen wir bei Nomos Glashütte nicht.“

Bündnis 90/Die Grünen haben elf Frauen und 24 Männer für die Wahl zum Kreistag aufgestellt. Hinzu kommen weitere Kandidaten für Stadt- und Gemeinderäte. „So viele wie zur kommenden Wahl waren es noch nie auf unseren Listen“, sagt Kreissprecherin Ines Kummer. Für sie sei es auch nicht entscheidend, wie prominent die Kandidatinnen und Kandidaten sind. Die Vielfalt zeige jedoch, dass die Grünen „immer breitere Schichten der Bevölkerung ansprechen“, so Kummer.

Zu den neuen, eher bürgerlichen Kandidaten dürfte auch Peter Welp gehören. Zur Landtagswahl 2009 trat er noch für die FDP im Landkreis an. Er war Pressesprecher beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie im Wirtschaftsministerium beschäftigt. Im Gegensatz zu Ahrendt will er nach eigenen Angaben jedoch Parteimitglied werden. Die Grünen haben noch weitere Aufstellungsversammlungen geplant.

 

Von Gunnar Klehm  

Foto: © Thomas Kretschel

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