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Private Initiative erarbeitet neue Strategie für Waggonbau

13.01.2022
Der frühere Görlitzer Werkleiter Carsten Liebig steht an der Spitze eines Teams, das sich mit dem langsamen Sterben des Waggonbaus nicht abfindet. Jetzt lädt es alle Görlitzer zum Mittun ein.

Eine Görlitzer Initiative will sich mit den Stellenabbauplänen von Alstom für den Görlitzer Waggonbau nicht abfinden. Stattdessen sollen bis Ende März alternative Strategien entwickelt werden, um den Standort langfristig zu erhalten und wieder auszubauen.

Alstom will mehr als 400 der derzeit rund 900 Arbeitsplätze in Görlitz abbauen, erklärte der Konzern vor Weihnachten. Im Dezember erläuterte bereits Innovationsmanager Christoph Scholze, der die Görlitzer Niederlassung von Grantiro auf der Steinstraße leitet, in einem Interview mit Sächsische.de die Möglichkeit, von Alstom unabhängig die Industriearbeitsplätze zu erhalten. Nun haben sich unter dem Dach der Grantiro-Beratung weitere Experten versammelt, um ein Konzept zu erarbeiten. An deren Spitze steht der frühere Waggonbau-Werksleiter Carsten Liebig.

Zusammen haben sie am Dienstag eine Internetseite freigeschaltet. Zentraler Punkt: Jeder, der sich bei der Strategie für den Görlitzer Waggonbau einbringen will, kann sich über die Internetseite registrieren lassen. Er erhält dann Informationen und wird zu Kreativkreisen und Workshops eingeladen. Der Kreis um Carsten Liebig spricht damit zunächst Waggonbauer an, die ihr Wissen und ihre Ideen einbringen wollen. Darüber hinaus ist aber jeder aus Görlitz und darüber hinaus eingeladen, mitzuhelfen und seine Überlegungen in den Prozess einzuspeisen. Deswegen kann sich jeder auch auf der Internetseite anmelden.

Ende März soll dann ein unabhängig erarbeitetes Konzept für den Görlitzer Waggonbau vorliegen. Es soll Grundlage für Gespräche mit dem Alstom-Konzern sein.

Die Adresse der Internetseite lautet: www.standorterhalten.de

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