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Schlechte Stimmung in Sachsens Industrie

31.10.2019
Dienstleister und Baugewerbe zeigen sich einer IHK-Umfrage zufolge aber „noch gut gelaunt“.

Widersprüchliche Signale von Sachsens Unternehmern: 19 Prozent rechnen damit, dass ihre Geschäfte sich in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werden. Doch 16 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Die schlechte Stimmung geht vor allem von der Industrie aus. Dienstleister und Baugewerbe dagegen sind „noch gut gelaunt“, teilten Sachsens Industrie- und Handelskammern (IHK) am Dienstag nach einer Umfrage mit.

Im Bezirk Dresden sind die Einschätzungen der Industrie-Unternehmer besonders stark abgerutscht. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, sprach von zunehmendem Pessimismus. Vor allem die Zulieferer der Auto-Industrie seien verunsichert wegen der bevorstehenden Umstellungen nach der Klimadiskussion. Elektroautos benötigen weniger Teile aus Autos mit Verbrennungsmotor.

Wirtschaft hofft auf stabiles Regierungsbündnis

Hamann rechnet aufgrund der Umfrage auch damit, dass die Beschäftigung nicht weiter wächst, sich binnen Jahresfrist vielleicht erstmals seit Langem verringert. Für Sachsen insgesamt dagegen zeigt die Umfrage unter 1.805 Unternehmen, dass 18 Prozent ihr Personal weiter aufstocken wollen, 16 Prozent dagegen ihre Mitarbeiterzahl reduzieren.

Der Dresdner IHK-Hauptgeschäftsführer sagte, die Stimmung sei „so schlecht wie schon lange nicht mehr“. Die Bundespolitik sende zu viele Signale zu Veränderungen aus, die Unternehmer verunsicherten. Von Sachsens Politikern erwarte die Wirtschaft, dass schnell ein stabiles Regierungsbündnis gebildet werde, das Machbares umsetze. (WiS)

 

Foto: © dpa/Jan Woitas 

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