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Transdev löst Städtebahn ab

16.09.2019
Der VVO hofft, dass der Betreiberwechsel möglichst reibungslos funktioniert. Profitieren werden vor allem die Fahrgäste auf der Strecke Pirna–Neustadt–Sebnitz.

Die Transdev GmbH übernimmt den Bahnverkehr auf den Strecken Dresden–Kamenz, Heidenau–Glashütte–Altenberg, Dresden–Königsbrück und Pirna–Neustadt–Sebnitz. Das Bahnunternehmen löst damit die Städtebahn Sachsen ab, die im Juli in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist und derzeit von einem Insolvenzverwalter geführt wird. 

Die Transdev GmbH mit Sitz in Berlin ist Tochter der französischen Transdev Group und das zweitgrößte in Deutschland aktive Eisenbahn- und Busunternehmen. Im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) ist Transdev bereits als Betreiber des Elektronetzes Mittelsachsen sowie als Eigentümer der Regionalbus Oberlausitz (RBO) aktiv. „Der VVO hofft, dass der neue Betreiber in wenigen Wochen den Zugverkehr von der Städtebahn Sachsen übernehmen kann“, sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper.

Beschlossen wurde der Betreiberwechsel auf der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes, die am Montagvormittag tagte. Vor der sogenannten Notvergabe verhandelte der VVO mit drei potenziellen Bahnunternehmen. VVO-Sprecher Christian Schlemper hofft, dass der Betreiberwechsel möglichst reibungslos funktioniert. Profitieren werden vor allem die Fahrgäste auf der Strecke Pirna–Neustadt–Sebnitz. Denn dort gibt es seit dem 29. Juli Schienenersatzverkehr.

Auf den anderen drei Strecken hat die Städtebahn den Betrieb am 19. August beziehungsweise am 2. September wieder aufgenommen. Beim VVO ist man mit der gegenwärtigen Betriebsführung der Städtebahn zwar zufrieden. Der Verkehrsverbund möchte aber einen starken, wirtschaftlich gesunden Partner haben, der das Dresdner Dieselnetz – zu dem die Strecken gehören – betreibt. Nach ihrer Insolvenz erfülle die Städtebahn nicht mehr dieses Kriterium, erklärte Schlemper vor wenigen Tagen. 

 

Von Maik Brückner

Foto: © René Plaul

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