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Wie entwickelt sich MS Powertec weiter?

Landkreis Görlitz 14.05.2019
Der Fahrzeug-Zulieferer aus Zittau hat zehn erfolgreiche Jahre hinter sich,  will genauso weitermachen - und hat langfristig E-Laster im Blick.

Die Firma MS Powertec im Zittauer Industriegebiet Weinau will in den kommenden zehn Jahren weiter wachsen. "Die weitere Entwicklung hängt aber von den Aufträgen ab", sagte Frank Alt, Geschäftsführer des Unternehmens, auf Anfrage zum  10. Jahrestag des Produktionsbeginns in Zittau. "Einen neuen Großauftrag haben wir jetzt bekommen und legen nun fest, an welchem der vier Standorte der Gruppe er produziert wird." Wie groß die Chancen sind, dass die Entscheidung auf Zittau fällt, konnte der inzwischen auch zum Geschäftsführer der Muttergruppe MS Power-Train aufgestiegene Firmenchef noch nicht sagen. Der Standort Zittau würde es aber hergeben. Platz für die nächsten Erweiterungen ist bereits 2018 geschaffen worden: MS Powertec hat den Firmenparkplatz ausgelagert.

In den letzten Jahren ist MS Powertec eine der bei Neubauten und Mitarbeiterzahl am schnellsten wachsende Industriefirmen in Zittau gewesen und unter anderem deshalb zum Unternehmen des Jahres 2015 gekürt worden. Nur 2016 musste die Firma kurzzeitig Leiharbeiter wegen einer Beruhigung auf dem Lkw-Markt freistellen. Alt hat kurz danach sogar angekündigt, dass er sich vorstellen kann, dass in Zittau eines Tages 300 Mitarbeiter für MS Powertec tätig sind.

Der Automobilzulieferer fertigt aktuell mit 158 Mitarbeitern vor allem Teile für Dieselmotoren, die in Lastwagen verbaut werden. Zittau ist innerhalb der Gruppe das Kompetenzzentrum für so genannte Kipphebelachsen. Alt geht davon aus, dass in Zittau auch noch einige weitere Jahre Teile für Lkw-Diesel-Motoren produziert werden, weil die Laster-Firmen noch neue Diesel-Motoren entwickeln und nicht so schnell wie die Pkw-Branche auf E-Antriebe umstellen. "Vorstellen könnte ich mir aber, dass wir in zehn Jahren einen Mix aus Komponenten für herkömmlich und elektrisch angetriebene Lkw herstellen", so Alt. Im Pkw-Bereich hat die Firmen-Gruppe schon reagiert und stellt erste Teile für Hybrid- und E-Motoren her.

 

Von Thomas Mielke

Foto: © Thomas Eichler

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