Dresden. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu investieren, kann eine Herausforderung sein. Ohne Partner würden gerade jetzt viele Projekte mindestens verschoben. Einige von ihnen sind im vergangenen Jahr auch dank der Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) auf den Weg gebracht worden. So habe man 2025 insgesamt 167 Bürgschaften und 16 Garantien für sächsische Unternehmen übernommen, die fremdes Kapital für ihre Investitionsprojekte benötigten, informiert die Bank. Mit dem Geld seien Waren vorfinanziert, die Erweiterung von Produktionsstätten vorangetrieben oder auch die Einführung digitaler Software-Lösungen möglich gemacht worden. Im Schnitt sicherte die BBS Kredit- bzw. Beteiligungsfinanzierungen mit 311 Tausend Euro ab.
Die Nachfrage nach finanziellen Absicherungen steigt. Wurden 2023 noch 165 Bewilligungen gezählt, waren es 2024 171 und im vergangenen Jahr insgesamt183. Der Gesamtwert aller übernommenen Bürgschaften und Garantien entwickelte sich von 48,9 Millionen Euro 2023 auf zuletzt 56.8 Millionen Euro 2025 – ein Anstieg von 24 Prozent. „In Zeiten, in denen sächsische Unternehmerinnen und Unternehmer durch unsichere Fahrwasser navigieren müssen, sind die Bürgschaften und Beteiligungen der BBS wie eine Rettungsweste – man hofft, sie nicht in Anspruch nehmen zu müssen, und ist doch dankbar, sie für den Notfall an Bord zu wissen. Mehr noch: Sie erlaubt Zugang zu neuen Gewässern, der bei unzureichender Schutzausstattung verwehrt bliebe“, so Arne Laß, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank.
Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen
Das habe auch spürbare Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt. „Die von der BBS unterstützten Unternehmen beschäftigen in Summe 2.985 Mitarbeitende, was einem Wachstum von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Durch ihre zahlreichen Engagements trug die BBS in den vergangenen zwölf Monaten nicht nur zum Erhalt von 2.466 Arbeitsplätzen, sondern auch zur Neuschaffung von 519 Arbeitsplätzen bei“, heißt es in der Bilanz der Bank. Vor allem angesichts des Stellenabbaus in Branchen wie dem Maschinenbau und der Automobilindustrie seien die Zahlen durchaus Anlass zur Hoffnung.
Gleiches gelte für das Thema Existenzgründungen. 128 sicherte die Bürgschaftsbank im Jahr 2025 ab. 2023 waren es noch 85. Insgesamt 82 Bürgschaften und Garantien vergab die BBS im letzten Jahr, um Unternehmensübernahmen finanzierbar zu machen – der größte Anstieg in der Jahresbilanz und gleichsam ein Zeichen dafür, dass es für viele Unternehmen auch in Krisenzeiten weitergeht.
„Unser Förderfokus lag einmal mehr auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, die oftmals nur über begrenzte Eigenmittel verfügen“, so Arne Laß. Man habe sich auch 2025 dafür eingesetzt, „dass kein erfolgsversprechendes Investitionsvorhaben an mangelnden Sicherheiten scheitert“. (an)


