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Vor dem Start in Delitzsch: Chemie-Forschungszentrum CTC bezieht Labore in Leipzig

Mit dem „Center for the Transformation of Chemistry“ sollen über 1000 Jobs entstehen, die meisten davon in Delitzsch. Künftig sollen aber auch in Leipzig rund 80 Personen für das Forschungszentrum arbeiten. In dieser Woche hat sich das CTC auf dem Leipziger BioCity Campus eingemietet.

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Ein Modell des Biocity Campus von oben. Quelle: LEVG Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH

Vinz Rauchhaus und Mathias Schönknecht

Leipzig. Das Chemieforschungszentrum „Center for the Transformation of Chemistry“ (CTC) forscht künftig auch von Leipzig aus. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, mietet das CTC seit dieser Woche Labor- und Büroräume auf dem BioCity Campus im Leipziger Südosten. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dort laut Stadtverwaltung ab Januar arbeiten. Insgesamt 80 Stellen sind in Leipzig insgesamt geplant. Zunächst sei der Leipziger Standort aber nur vorübergehend gemietet.

„Wir freuen uns sehr, das Großforschungszentrum CTC in Leipzig zu begrüßen“, wird Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales in der Mitteilung der Stadtverwaltung zitiert. Es sei ein „Leuchtturmprojekt für die Forschung in Deutschland“. Ziel des Center for the Transformation of Chemistry (CTC ) ist es, die Chemie von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft zu wandeln, um unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden.

Insgesamt über 1000 Stellen

Das bedeutet jede Menge Arbeit, die bereits läuft: 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zwölf Nationen hat das CTC bereits, etwa die Hälfte von ihnen wirkt bereits in Delitzsch. Direkt in Delitzsch sollen mit dem CTC circa 700 Jobs entstehen. Insgesamt sind es über 1000 Stellen – inklusive des weiteren Standorts Merseburg/Leuna –, die mit dem Großforschungszentrum verbunden sind.

Derzeit arbeitet das CTC-Team noch in den Räumen des Landratsamtes Nordsachsen in der Richard-Wagner-Straße. 2026 soll wenige Meter weiter mit dem Bau des ersten eigenen Gebäudes, dem Chemistry Innovation Lab, auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik begonnen werden. Bis 2038 wird das Großforschungszentrum mit mehr als 1,1 Milliarden Euro vom Bund gefördert.

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