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Dresden will Chip-Forschungszentrum – Oberlausitz hofft auf Jobs

Sechs Tage reisen Politiker aus Görlitz und Zwickau, Wirtschaftsvertreter aus Sachsen und der Hochschulrektor aus Zittau nach Taiwan. Es geht um Investitionen in Sachsen, neue Jobs und Kooperationen in den Kreisen Görlitz und Bautzen.

Lesedauer: 2 Minuten

Die Baustelle für die neue Chipfabrik des taiwanesischen Unternehmens TSMC in Dresden – das Ballett der Kräne ist auch gut von der nahen A4 zu sehen. Quelle: Foto: Torsten Fiedler/Stadtentwässerung Dresden

Sebastian Beutler

Görlitz/Zittau. Das Werben der Oberlausitz um die Chipindustrie Taiwans geht weiter. Nachdem im vergangenen Jahr der Görlitzer Landrat Stephan Meyer mit einer sächsischen Regierungsdelegation in Asien weilte und zum Neujahrskonzert in Niesky den taiwanesischen Gesandten in Deutschland begrüßen konnte, reist nun der Görlitzer Bundestagsabgeordnete Florian Oest (CDU) mit dem Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Alexander Kratzsch, nach Taiwan.

Sie gehören zu einer Gruppe von Bundestagspolitikern, darunter der Zwickauer Abgeordnete Carsten Körber (CDU), und Wirtschaftsvertretern wie dem IHK-Hauptgeschäftsführer Lukas Rohleder, die am Sonntag zu einer sechstägigen Reise nach Taiwan fliegen werden.

Neue Kooperationen mit Unternehmen und Hochschulen

Das Programm der Delegation ist gezielt auf den Ausbau von Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft ausgerichtet. Neben Gesprächen mit Unternehmen wie TSMC und Foxconn oder dem Industrieverband TEEMA stehen auch Besuche von Forschungs- und Bildungseinrichtungen, wie dem Southern Taiwan Science Park, auf der Agenda.

„Schon heute kommt jeder dritte Chip in Europa aus Sachsen“, sagt Oest. „Gemeinsam mit Bayern hat sich Sachsen für das neue Forschungszentrum der Mikroelektronik beworben. Dort wird der Chip der Zukunft entwickelt. Wenn dieses Zentrum nach Dresden kommt, zieht das weitere Fabriken nach sich.“ Dann entstünden weitere Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten für bestehende Unternehmen. „Wir wollen, dass Ostsachsen eine Schlüsselrolle in dieser neuen sächsischen Leitindustrie einnimmt.“

Wir wollen, dass Ostsachsen eine Schlüsselrolle in der Mikroelektronik, dieser neuen sächsischen Leitindustrie einnimmt. – Florian Oest, Bundestagsabgeordneter aus Görlitz

Ringen um neues Chip-Designzentrum

Das vom Bund geplante Chip-Designzentrum Deutschland (KCDD) soll Forschung, Ausbildung und Industrie eng miteinander verbinden. Mit den Maßnahmen sollen mehr spezialisierte Chip-Designer ausgebildet, offene und leicht zu nutzende Technologien bereitgestellt und durchgängige Design- und Integrationsmethoden aufgebaut werden.

Hochschulrektor Kratzsch bereitet bei dem Besuch zwei Kooperationsverträge mit taiwanesischen Partnern vor. IHK-Chef Rohleder will nicht nur um Zusammenarbeit bei der Mikroelektronik werben, sondern auch bei Unternehmen der Energietechnik, Luftfahrt und Materialforschung. „Wir bereiten mit Partnerverbänden für dieses Jahr mehrere Delegationsreisen nach Sachsen vor“, ergänzt Lukas Rohleder.

SZ

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