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Globalfoundries und Deutsche Telekom arbeiten an sicheren Datenflüssen

Vor allem für Unternehmen der kritischen Infrastruktur sind Datenhoheit und maximale Sicherheit wichtig. Das gemeinsame Projekt soll auch auch kleinen und mittelständischen Unternehmen Chancen bieten.

Lesedauer: 2 Minuten

Man sieht eine Siliziumscheibe.
Nicht nur bei der Chipherstellung hat Sicherheit oberste Priorität. Das Unternehmen Globalfoundries arbeitet gemeinsam mit der Deutschen Telekom an sicheren Datenflüssen und europaweiten Lösungen. Quelle: ZB/Matthias Rietschel

Dresden. Der internationale Chiphersteller GlobalFoundries (GF), der auch in Dresden produziert, setzt sich vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarfs an hochsicheren Datenflüssen für vollständige End-to-End-Fertigungslösungen in Europa ein. Im Fokus stehen insbesondere Kunden aus dem Bereich Luftfahrt und Verteidigung sowie generell aus Unternehmen kritischer Infrastrukturen. Aktuell führen GF und die Deutsche Telekom ein gemeinsames Assessment durch, um gemeinsam zu analysieren, wie die in der Halbleiterproduktion entstehenden und genutzten Daten innerhalb Europas verarbeitet, transportiert und gespeichert werden können. „Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Datenhoheit, Verschlüsselung, Segmentierung, Zugriffsverwaltung sowie der Nutzung europäischer Cloud- und Connectivity-Infrastrukturen der Telekom für kritische Daten“, heißt es in einer Presseinformation des Chipherstellers.

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative soll sich zunächst die Verarbeitung und Speicherung sensibler Daten ausschließlich auf Standorte, Netze und Rechenzentren in Europa stützen. GF ist damit nach eigenen Angaben der erste Chipproduzent in Europa, der ein solches Konzept speziell für sicherheitskritische Anwendungen in A&D sowie kritischen Infrastrukturen aufsetzt.

Chance für Mittelstand und Start-ups

Die sichere Infrastruktur soll gezielt auch für Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups geöffnet werden. In Dresden bietet sie bereits neben derzeit verfügbaren Großserienangeboten auch kleine Volumina und Multi-Projekt-Wafer-Shuttles – etwa auf FDX-Technologie – mit optionalem sicheren europäischen End-to-End-Flow an. So könnten vor allem Start-ups in der Frühphase und hochspezialisierte Player sichere „Made in Europe“-Lösungen entwickeln, um ihre Lieferketten innerhalb Europas aufzubauen. „Mit dem Projekt schaffen wir einen neuen Goldstandard für digitale Souveränität in der Halbleiterfertigung. Unsere Kunden aus Aerospace & Defense sowie kritischen Infrastrukturen erhalten damit eine belastbare Antwort auf die Frage, wie sie ihre zentralen Systeme unabhängig von außereuropäischen Lieferketten planen können, von denen sie aktuell noch abhängig sind“, so Manfred Horstmann, General Manager und Senior Vice President bei GlobalFoundries.

Gemeinsam mit der Telekom hat GF bereits eine KI-gestützte Predictive-Maintenance-Lösung entwickelt, die das Wafer Transport System und andere kritische Produktionssysteme im Hinblick auf Fehler überwacht und dadurch Ausfallzeiten signifikant reduziert. Nun geht die Zusammenarbeit in die nächste Runde. (WiS)

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