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Netzausbau als Schlüssel zum Erfolg

Neuansiedlungen von Unternehmen und der Ausbau Erneuerbarer Energien sind eng mit einer leistungsfähigen Energieinfrastruktur verbunden.

Lesedauer: 3 Minuten

Strom aus Wind- und Solaranlagen kann nur dort erzeugt und genutzt werden, wo ausreichend Netzkapazitäten für Einspeisung und Transport vorhanden sind. Gleichzeitig ist die Versorgung mit grüner Energie eine zentrale Voraussetzung für die Transformation bestehender Industrien und die Ansiedlung neuer Unternehmen. Im Landkreis Görlitz besteht daher Handlungsbedarf beim Netzausbau. Nur mit einer zukunftsfähigen Energieinfrastruktur kann die Region ihre Rolle als Energieregion weiter stärken und die Ziele des Strukturwandels erfolgreich umsetzen.

Doch leistungsfähige Netze allein reichen nicht aus. Damit Unternehmen investieren und neue Wertschöpfung entstehen kann, braucht es auch geeignete Industrie- und Gewerbeflächen. Netzausbau und Flächenentwicklung gehen deshalb Hand in Hand und bilden gemeinsam die Grundlage für die wirtschaftliche Transformation der Region.

Flächenentwicklung als Voraussetzung für einen starken Industriestandort

Der Strukturwandel eröffnet dem Landkreis Görlitz die Chance, neue Wertschöpfung aufzubauen, Unternehmen anzusiedeln und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Voraussetzung dafür sind attraktive und investitionsreife Standorte. Genau hier setzen die Taskforce Strukturwandel der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO) und die Flächenentwicklungsgesellschaft mbH (FG) des Landkreises an.

Unter dem Dach des Net Zero Valley Lausitz vermarkten beide Gesellschaften den Landkreis als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Im vergangenen Quartal präsentierten sie die Region bei den Decarbon Days in Cottbus, der The smarter E Europe in München und der Real Estate Arena in Hannover. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Unternehmen, Investoren und Projektentwicklern sowie die Vermarktung verfügbarer Gewerbe- und Industrieflächen.

Die FG entwickelt gemeinsam mit Kommunen und Partnern Potenzialflächen zu investitionsreifen Standorten. Neben Planung, Entwicklung und Erschließung koordiniert sie komplexe Vorhaben und berücksichtigt Themen wie Energie- und Wasserversorgung, Brachflächenrevitalisierung sowie Ausgleichs- und Ersatzflächen.

Wir denken Flächen nicht isoliert, sondern im regionalen Zusammenhang“, sagt Per Wiesner, Projektmanager der Flächenentwicklungsgesellschaft.

Als erstes Net Zero Valley Europas bietet die Lausitz besondere Chancen für Unternehmen der Energie- und Umweltwirtschaft. Die FG intensiviert deshalb gemeinsam mit ihren Partnern die Investorenansprache und Standortvermarktung.

Ziel ist es, Investitionen in den Landkreis zu holen und die Voraussetzungen für neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schaffen. Denn erfolgreiche Flächenentwicklung macht aus den Chancen des Strukturwandels konkrete Zukunftsperspektiven.

Treffen Sie uns auf der Expo Real in München vom 5. bis 7. Oktober. Vereinbaren Sie gern vorab einen Termin unter: info@flaechen-goerlitz.de

Wasserstoff bleibt Schlüsselthema für den Strukturwandel

Auch wenn sich der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft derzeit langsamer entwickelt als erwartet, bleibt Wasserstoff ein wichtiges Zukunftsthema für die Lausitz. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Region langfristig als Standort für klimafreundliche Industrie und innovative Energietechnologien zu stärken.

Die ENO mbH begleitet diesen Prozess unter anderem durch ihre finanzielle Beteiligung an der zweiten Studie zum „H₂-Netz Ost“. Sie soll Bedarfe ermitteln und Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Ostdeutschland untersuchen. Auch beim Ostdeutschen Wasserstoffkongress in Dresden brachte sich die ENO in den fachlichen Austausch ein.

Gemeinsam mit weiteren Partnern unterstützt sie zudem ein Forderungspapier an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das auf bessere Rahmenbedingungen und einen zügigen Infrastrukturausbau abzielt. Die Lausitz verfügt dafür über gute Voraussetzungen: Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Akteure arbeiten bereits intensiv an Wasserstofftechnologien. Für einen erfolgreichen Markthochlauf braucht es jedoch auch eine stärkere industrielle Nachfrage und konkrete Investitionen.

Zusätzliche Perspektiven eröffnet der Net-Zero Industry Act. Als Teil des ersten Net Zero Valley Europas kann die Lausitz Wasserstoff, grüne Technologien, industrielle Transformation und die Ansiedlung neuer Unternehmen miteinander verbinden.

Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ist ein langfristiger Prozess. Umso wichtiger ist es, die Voraussetzungen bereits heute zu schaffen. Unternehmen mit perspektivischem Wasserstoffbedarf sind eingeladen, sich einzubringen und ihre Anforderungen zu melden. Denn nur auf Basis konkreter Bedarfe kann die Infrastruktur entstehen, die für die industrielle Transformation der Lausitz benötigt wird.

Kontakt: info@strukturwandel-oberlausitz.de

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