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Sachsens Wissenschaftsminister sieht Halbleiter-Forschung breit aufgestellt

Im Silicon Saxony wird Mikroelektronik nicht nur produziert, sondern auch erforscht. Die Branche spricht gern von einem Ökosystem, in dem Chip-Hersteller, Forschungsinstitute und Universitäten in enger Kooperation gedeihen.

Lesedauer: 2 Minuten

Man sieht einen Mann in einem Labor.
Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) hat am Mittwoch verschiedene Standorte der Mikroelektronik-Forschung besucht. © Robert Michael/dpa

Dresden. Sachsen kann nach Ansicht von Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) in der Mikroelektronik mit einem breiten Forschungsangebot punkten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würden nicht nur an neuen Chipdesigns arbeiten und neue Materialien für effektive und energiesparende Halbleiter entwickeln, sagte Gemkow am Mittwoch bei einer Visite in mehreren Forschungseinrichtungen. Es gehe auch um Anwendungen und Systeme für die nächste und übernächste Generation von Gerätekomponenten.

„Die Nachfrage an Mikro- und Nanoelektronik-Produkten wird weiter stark wachsen. Schon heute kommt praktisch kein Gerät und keine Maschine mehr ohne Mikroelektronik aus“, betonte der Minister. Die Forschung in Sachsen bereite den Weg für die Technologien, die weit über die Grenzen Sachsens hinaus zum Einsatz kommen werden. „Dieses starke und vielfältige Forschungsumfeld ist ein wesentlicher Standortfaktor, wenn es darum geht große Investoren aus der Mikroelektronik für Sachsen zu begeistern.“

Gemkow zufolge hat sich in den vergangenen Jahren in Sachsen das größte Mikroelektronik-Cluster Europas etabliert. Dem „Ökosystem“ gehörten große Chiphersteller wie Infineon, Bosch, Globalfoundries und künftig auch TSMC an. Die Unternehmen profitierten unter anderem von einem starken Umfeld in Forschung und Entwicklung auch über die Stadtgrenzen Dresdens hinaus. Im Bereich der Mikroelektronik würden vier Universitäten, fünf Fachhochschulen und mehr als ein Dutzend Institute Spitzenforschung betreiben.

Gemkow hatte seine Tour zu einigen Forschungseinrichtungen am Morgen im Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS in Chemnitz begonnen. Es entwickelt smarte Systeme, die in der Lage sind, komplexe Situationen zu erfassen und vernetzt mit der Umwelt zu interagieren. Am Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie in Freiberg informierte sich Gemkow über Möglichkeiten, mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen, zu nutzen und umweltfreundlich zu recyceln.

Am Nachmittag standen das Nanoelectronic Materials Laboratory (NaMLab) und das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS (CNT) auf dem Programm. Die NaMLab gGmbH, eine Tochter der Technischen Universität Dresden, betreibt industrienahe Grundlagenforschung für künftige mikroelektronische Bauelemente. Das IPMS arbeitet an elektronischen, mechanischen und optischen Komponenten und ihrer Integration in winzigste, „intelligente“ Bauelemente und Systeme, hieß es. (dpa)

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