Leipzig. Sie soll die wirtschaftliche Zukunft Sachsen prägen – zu Wochenbeginn fiel der offizielle Startschuss für die „C-Factory“. Ziel ist der Aufbau des weltweit ersten Carbonbetonwerks zur vollautomatisierten Herstellung CO₂-speichernder Carbonbeton-Bauteile für den Hochbau. Diese besondere Bauweise wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten erforscht und getestet – unter anderem im Carbon Concrete CUBE in Dresden, dem weltweit ersten Gebäude aus Carbonbeton. Die dort eingesetzten automatisierten Fertigungsprozesse wurden im Carbonbetontechnikum Deutschland am Forschungs- und Transferzentrum der HTWK Leipzig entwickelt. Mit der C-Factory folge nun der entscheidende Schritt: die Überführung dieser Technologie in eine industrielle, skalierbare
Produktion, heißt es in einer Presseinformation zum Thema. Die erste prototypische, vollautomatisierte Fertigungsstrecke für Carbonbetonbauteile im Großformat sowie die Integration von CO₂-speichernden Baustoffen gilt als zukunftsweisend. Die entsprechende Pilotanlage wird in den kommenden vier Jahren in Leipzig gebaut.
Beispiel für gelebten Forschungstransfer
Koordiniert wird das Großprojekt von der Kahnt & Tietze GmbH. Wirtschaftsminister Dirk Panter lobt die Innovationskraft des Vorhabens. Sachsen beweise damit, dass Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gelingen können. „Dass sich Gebäude künftig als CO₂-Senke nutzen lassen, ist mit Blick auf die industrielle Transformation und den Klimaschutz revolutionär. Die C-Factory ist ein vorbildliches Beispiel für gelebten Forschungstransfer, sächsischen Innovationsgeist und Effizienzsteigerung“, so der Minister.
Das Verbundvorhaben wird im Rahmen der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 14 Millionen Euro gefördert und läuft bis Ende 2029. (WiS)


