Dresden/Arnsdorf. Der seit rund vier Monaten zahlungsunfähige Traditionsbetrieb Varialux in Arnsdorf im Landkreis Bautzen kann weitermachen. Insolvenzverwalter Thomas Beck teilte am Freitag mit, der Leuchtenhersteller bleibe „mithilfe eines Investors“ erhalten. Damit würden rund 50 Arbeitsplätze an dem Standort gesichert werden. „Das ist ein großer Erfolg.“
Der Wirtschaftsjurist erklärte, man habe wochenlang mit potenziellen Interessenten verhandelt. Kunden und Lieferanten hätten sich „sehr konstruktiv in den Sanierungsprozess eingebracht“. Der Investor werde nun die Tradition der Varialux mit einer über 50-jährigen Expertise nutzen, um alle Sparten zu optimieren und die Kundenbeziehungen auszubauen.
Investoren aus der Region Dresden
Den Namen des Investors nannte Beck nicht. Der laufende Geschäftsbetrieb sei aber nunmehr seit Jahresbeginn auf die neu gegründete Varialux-nmd GmbH übertragen worden. Deren Gesellschafter sind dem Handelsregister zufolge drei Privatpersonen aus der Region Dresden.

Quelle: Eckert, Thorsten
Den höchsten Anteil an der neuen Firma mit 60 Prozent hält der 51-jährige Tobias Krüger aus Weinböhla, er agiert auch als Geschäftsführer. Ein weiterer Gesellschafter, Christian Kummerfeldt (50), war bereits von 2014 bis 2021 als Manager bei Varialux tätig gewesen. Die alte Varialux GmbH, die jetzt liquidiert wird, gehörte zum größten Teil der bisherigen Geschäftsführerin Sylvia Uta Zscherper aus Pirna. Ein Minderheitsanteil lag in den Händen einer Unternehmerin aus Schleswig-Holstein.
Das Amtsgericht Dresden hatte nach einem entsprechenden Antrag im Oktober vorigen Jahres am 1. Dezember ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Varialux GmbH eröffnet. Die Firma ist als Leuchtenhersteller auf die Branchen Schienenfahrzeugbau und Medizintechnik spezialisiert. Die Arnsdorfer Produkte finden sich etwa in den Straßenbahnen in Berlin, Rotterdam und Dortmund. Zuletzt hatten fehlende Umsätze Varialux in Zahlungsschwierigkeiten gebracht.
SZ


