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Entscheiderforum der Chip-Branche kommt nach Sachsen

2027 und 2028 findet das ISS Europe in Dresden statt. Silicon Saxony wird immer mehr zum Ort strategischer Debatten über die Zukunft der Halbleiterindustrie.

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Ein Mitarbeiter des Chip-Herstellers Globalfoundries hält einen Wafer aus Silizium in der Hand. 2027 und 2028 treffen sich die Entscheider der Branche weltweit in Dresden. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Nora Miethke

Dresden . Der sächsische Halbleiterstandort gewinnt weltweit immer stärker an Aufmerksamkeit. Das zeigt sich auch daran, dass das SEMI Industry Strategy Symposium Europe (ISS Europe) – ein hochrangiges Strategie- und Entscheiderforum der internationalen Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie – gleich zweimal hintereinander in den Jahren 2027 und 2028 in Sachsen stattfinden wird. Ausrichter ist der internationale Verband SEMI (Semiconductor Equipment and Materials International), der die globale Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie vertritt.

Beim diesjährigen Symposium vom 11. bis 13. März im polnischen Sopot hat der sächsische Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel den symbolischen Staffelstab entgegengenommen. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Vorbereitung und Durchführung der beiden Veranstaltungen mit insgesamt 300.000 Euro. Als Veranstaltungsort ist Dresden vorgesehen.

Sachsen ist der führende Mikroelektronikstandort in Europa. – Sebastian Scheel, Wirtschaftsstaatssekretär in Sachsen

Dass das ISS Europe im Freistaat stattfinden wird, ist nicht für Silicon Saxony, sondern für den gesamten Wirtschaftsstandort Sachsen von erheblicher Bedeutung. „Sachsen ist der führende Mikroelektronikstandort in Europa. Das ISS Europe stärkt unsere strategische Position in einer Schlüsselindustrie, erhöht die Standortsichtbarkeit im internationalen Wettbewerb und schafft gute Voraussetzungen und Netzwerke für konkrete Ansiedlungen, weitere Investitionen und Kooperationen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel in Sopot.

Das ISS Europe bringt Unternehmen und Führungskräfte aus unterschiedlichen Staaten der Halbleiterbranche zusammen. Erwartet werden rund 300 bis 400 Führungskräfte, Technologieverantwortliche und Strategieexperten der Halbleiterhersteller, der Zuliefererindustrien und Anwenderbranchen sowie Dienstleister. Der Freistaat will die Chance nutzen, die strategischen Netzwerke in Europa, Nordamerika und Asien gezielt auszubauen.

Mit der erneuten Austragung 2027 und 2028 werde Dresden zur meistgewählten Gastgeberstadt des ISS Europe seit 2009, sagt Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Branchennetzwerks Silicon Saxony e.V.. Damit positioniert sich die sächsische Landeshauptstadt laut Bösenberg als zentraler Ort für die strategischen Debatten der europäischen Mikroelektronik und Produktionsstandort von Weltrang.

SZ

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