Dresden. Die TU Dresden bekommt einen neuen Supercomputer. Das dortige Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) erhält jetzt „Deneb“. Das soll die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) voranbringen und dabei besonders energieeffizient arbeiten. Damit stärkt die TU Dresden ihre Rolle als nationales Zentrum für Hochleistungsrechnen.
KI ist ein Schlüssel für viele Bereiche der Wissenschaft. Das reicht über alle Wissensbereiche hinweg, von der Medizin bis zur Materialforschung. Für solche Aufgaben braucht es enorme Rechenleistung. Deneb wird genau dafür gebaut. Er kann große KI-Modelle trainieren und riesige Daten blitzschnell sortieren. Ein Speichersystem mit zwei Petabyte sorgt dafür, dass auch sehr große Datenbestände zuverlässig verfügbar sind.
Wasserkühlung nutzt Abwärme für Heizung
Der Rechner wird bereits Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Die Kosten liegen bei rund 9,4 Millionen Euro. Finanziert wird der neue Supercomputer durch Mittel des Bundes, des Freistaates Sachsen und des KI-Kompetenzzentrums Scads.AI. Dieses ist eines der großen deutschen KI-Zentren und wird von den beiden Universitäten in Dresden und Leipzig gemeinsam betrieben.
Für die Kühlung nutzt Deneb ein Warmwassersystem. 97 Prozent der entstehenden Wärme werden direkt abgeführt. Die Wärme wird wie bei den Vorgängersystemen zur Beheizung von Gebäuden und für das Fernwärmenetz genutzt.
Energieeffizienz ist ein zentrales Thema. Supercomputer verbrauchen enorme Mengen Strom. Deshalb erforscht das ZIH mit Deneb, wie sich Leistung und Energieverbrauch optimieren lassen. Messungen sollen helfen, neue nachhaltige Technologien für Rechenzentren zu entwickeln. So wird Deneb nicht nur ein Werkzeug für die KI-Forschung, sondern ist auch ein Beitrag zur Entwicklung energieeffizienter Supercomputer.
SZ


