Riesa. Eine vom Meißner Kreistag einstimmig beschlossene Resolution und eine von mehr als 7800 Menschen gezeichnete Online-Petition zum Erhalt sämtlicher ICE-Stopps am Bahnhof Riesa ist in dieser Woche an den Deutsche-Bahn-Konzern übergeben worden.
Bei der Übergabe im Riesaer Rathaus waren unter anderem Landrat Ralf Hänsel und Riesas OB Marco Müller (beide CDU) mit dabei, ebenso der Initiator der Online-Petition, Christian Gleiche.
Nur fünf ICE-Züge halten noch in Riesa
Die Deutsche Bahn (DB) wurde unter anderem durch Martin Walden vertreten, den Konzernbevollmächtigten für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Er nahm Petition und Resolution entgegen.
Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember fahren zehn der 15 ICE-Züge, die Riesa täglich passieren, einfach durch. Nur zwei ICE in Richtung Leipzig in den Morgenstunden und drei ICE in Richtung Dresden am Abend stoppen noch im Elbland. Aus Sicht der Politiker aus der Region komme das einer „Absage an den ländlichen Raum“ gleich, wie Riesas OB Marco Müller (CDU) es formuliert.
Bahnvertreter verweisen auf Intercity und Eurocity
Die Bahnvertreter wiederum verwiesen unter anderem darauf, dass Riesa mit 17 Halten des Intercity sowie sechs Eurocity-Stopps nach wie vor gut an das Fernverkehrsnetz angebunden sei. Einigkeit zwischen beiden Seiten habe darin bestanden, dass „die Bundespolitik mit einer unzureichenden Bahn-Finanzierung generell ihren Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nur ungenügend erfüllt“, teilte die Stadt Riesa mit.
Die Resolution soll in den nächsten Tagen auch an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Vertreter der sächsischen Staatsregierung und die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla übergeben werden.
SZ


