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Widerstand gegen ICE-Streichungen in Riesa: Petition und Resolution an Deutsche Bahn übergeben

Verantwortliche der Deutschen Bahn sind mit Vertretern aus der Region zusammengetroffen und haben deren Protestnoten gegen den Wegfall von ICE-Halten in Riesa entgegengenommen. Einig ist man sich in einem Punkt.

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Übergabe von Petition und Resolution gegen die gestrichenen ICE-Halte im Riesaer Rathaus, von links: Oberbürgermeister Marco Müller (Riesa), Michael Koch (Pro Bahn), Landrat Ralf Hänsel, Martin Walden (DB-Konzernbevollmächtigter Region Ost), Patrick Breun (DB Fernverkehr), Christian Gleiche (Initiator der Petition), Christian Denkert (Duale Hochschule Sachsen), Kurt Hähnichen (Vereinigtes Wirtschaftsforum) und Jörg Jeromin (Bürgermeister Strehla). Quelle: stadt riesa

Eric Weser

Riesa. Eine vom Meißner Kreistag einstimmig beschlossene Resolution und eine von mehr als 7800 Menschen gezeichnete Online-Petition zum Erhalt sämtlicher ICE-Stopps am Bahnhof Riesa ist in dieser Woche an den Deutsche-Bahn-Konzern übergeben worden.

Bei der Übergabe im Riesaer Rathaus waren unter anderem Landrat Ralf Hänsel und Riesas OB Marco Müller (beide CDU) mit dabei, ebenso der Initiator der Online-Petition, Christian Gleiche.

Nur fünf ICE-Züge halten noch in Riesa

Die Deutsche Bahn (DB) wurde unter anderem durch Martin Walden vertreten, den Konzernbevollmächtigten für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Er nahm Petition und Resolution entgegen.

Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember fahren zehn der 15 ICE-Züge, die Riesa täglich passieren, einfach durch. Nur zwei ICE in Richtung Leipzig in den Morgenstunden und drei ICE in Richtung Dresden am Abend stoppen noch im Elbland. Aus Sicht der Politiker aus der Region komme das einer „Absage an den ländlichen Raum“ gleich, wie Riesas OB Marco Müller (CDU) es formuliert.

Bahnvertreter verweisen auf Intercity und Eurocity

Die Bahnvertreter wiederum verwiesen unter anderem darauf, dass Riesa mit 17 Halten des Intercity sowie sechs Eurocity-Stopps nach wie vor gut an das Fernverkehrsnetz angebunden sei. Einigkeit zwischen beiden Seiten habe darin bestanden, dass „die Bundespolitik mit einer unzureichenden Bahn-Finanzierung generell ihren Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nur ungenügend erfüllt“, teilte die Stadt Riesa mit.

Die Resolution soll in den nächsten Tagen auch an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Vertreter der sächsischen Staatsregierung und die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla übergeben werden.

SZ

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