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Gemüse, Milch oder Brot bis vor die Haustür: Onlinelieferdienst Picnic kommt nach Dresden

Lebensmittel und Drogerieartikel bequem online bestellen: Der niederländische Lieferdienst Picnic startet diese Woche in Dresden. In Leipzig eröffnet es außerdem ein Logistikzentrum. 300 neue Arbeitsplätze sollen so entstehen.

Lesedauer: 2 Minuten

Luisa Zenker

Dresden. Obst und Drogerieprodukte müssen nicht mehr mühselig im Supermarkt gekauft werden, sondern können bis vor die Wohnung geliefert werden. Mit diesem Geschäftsmodell wachsen seit einigen Jahren Online-Lieferdienste massiv.

Nach Unternehmensangaben will nun auch der niederländische Lieferdienst Picnic nach Sachsen kommen: Ab diesem Donnerstag, den 20. November beliefert der Online-Supermarkt rund 440.000 Haushalte in Dresden mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln. Zum Start will das Unternehmen 20 Fahrer mit 15 vollelektrischen Fahrzeugen einsetzen. Mittelfristig will man auf 100 Beschäftigte in der Landeshauptstadt anwachsen.

Bereits über 5.000 Haushalte aus Dresden haben sich laut Picnic auf der Webseite registriert. Mitgründer Frederic Knaudt a verspricht: „Wir liefern kostenlos und zu den gleichen Preisen wie im Supermarkt – kein Aufschlag, keine Liefergebühr. Das macht den Wocheneinkauf deutlich entspannter.“

Picnic liefert von Montag bis Samstag

Bei anderen kostet der Service: Beim Schnelldienst-Lieferdienst Flink fällt unter 59 Euro Einkaufswert eine Gebühr von 2,49 Euro an. Rewe bringt den Einkauf ab einem Warenkorbwert von 120 Euro kostenlos nach Hause. Die Lieferung bei Picnic ist kostenlos, allerdings muss der Bestellwert mindestens 40 Euro betragen. In der App können Kunden bis zum Vortag der Lieferung bestellen, und am Liefertag wird ein 20-Minuten-Zeitfenster angegeben, wann das Essen in die Wohnung rollt.

Das Unternehmen sucht derzeit Logistiker für ein großes Logistikzentrum mit einer Fläche von 22.000 Quadratmetern in der Gemeinde Kabelskeltal (Saalekreis) nahe Leipzig, das dieser Tage geöffnet hat. „Dort kommen die Waren frisch an“, so der Gründer. Vom Logistikzentrum aus Kabelskeltal werden die bestellten Produkte dann in das Last-Mile-Hub geschafft, dieses befindet sich in Dresden-Plauen in der Hofmühlenstraße. 50 Beschäftigte arbeiten bereits in dem Zentrum in Kabelskeltal, 300 Arbeitsplätze sollen somit insgesamt entstehen.

Frederic Knaudt hat Picnic mitgegründet
Frederic Knaudt hat Picnic mitgegründet
Quelle: Picnic

Bisher liefert der Online-Händler noch keine Waren in Leipzig und Chemnitz aus, es gebe aber Planungen. Konkrete Angaben macht das Unternehmen nicht. Eine Teamleitung wird für Chemnitz auf Stellenportalen gesucht, auch in Leipzig sind Jobs von Picnic ausgeschrieben.

Picnic bietet über 12.000 Produkte an – von bekannten Marken über ein umfangreiches Discounter-Sortiment der Eigenmarke Gut&Günstig bis hin zu regionalen Produkten wie Radeberger, Nudossi, Vita Cola, Sachsenmilch. Der Konzern hat sich 2015 in den Niederlanden gegründet und ist seitdem massiv gewachsen, seit 2018 ist er in Deutschland aktiv und bereits in über 250 Städten mit E-Transportern unterwegs.

Ob sich der Lieferdienst halten wird, bleibt abzuwarten. Der türkische Lieferdienst Gorillas, der während der Corona-Pandemie bekannt wurde, hatte sich 2023 aus Sachsen zurückgezogen.

SZ

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