Geht es nach der Gewerkschaft Verdi, werden sich am Mittwoch, dem 8. Mai, im Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE) kein Rad drehen und keine Fähre ablegen. Die Bus- und Straßenbahnfahrer, Schlosser, Fährleute, Verwaltungsangestellten und Auszubildenden im Regionalverkehr Sachsen treten in einen 24-stündigen Warnstreik ein, um ihren Forderungen zur Einkommenserhöhung Nachdruck zu verleihen, heißt es von der Gewerkschaft. Der Warnstreik soll um 2 Uhr beginnen und am Donnerstag um 2 Uhr enden.
Die Beschäftigten in den Verkehrsbetrieben fordern, dass der Stundenlohn der Facharbeitergruppe, an dem sich die restlichen Tarife orientieren, von derzeit 12,30 Euro auf 15,66 Euro angehoben wird. In Sachsen-Anhalt gilt dieser Stundenlohn bereits seit Anfang des Jahres. „Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit!“, erklärt Sven Vogel von Verdi.
Das Angebot der Arbeitgeber halten die Beschäftigten für zu niedrig. Die boten in der dritten Verhandlung Ende April eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent an beziehungsweise mindestens 90 Euro. Außerdem jährliche Steigerungen 2020 und 2021 um drei Prozent. Auch über Zahlungen an Lehrlinge wird verhandelt. Die Arbeitgeber sagten eine maximale Ausbildungsvergütung von 875 Euro im 4. Ausbildungsjahr zu und dreiprozentige Steigerungen in den zwei Folgejahren. Auch das ist den Beschäftigten zu wenig. Ab 8 Uhr ist eine Streikversammlung vor dem Betriebshof der OVPS an der Bahnhofstraße 14a in Pirna geplant.
Von Gunnar Klehm
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