Dresden. Dresden tut sich 2025 schwer damit, so viele Touristen in die Stadt zu locken wie im vergangenen Jahr. In den ersten neun Monaten reisten rund 1,58 Millionen Übernachtungsgäste nach Dresden und damit fünf Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen schrumpfte um zwei Prozent auf 3,31 Millionen. Das geht aus den neusten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor.
Es ist die Nachfrage deutscher Touristen, die schwächelt. So haben sich zwischen Januar und September rund sechs Prozent weniger Menschen aus anderen Teilen der Republik für einen Trip in die sächsische Landeshauptstadt entschieden.

Anders sieht es bei den Gästen aus dem Ausland aus: Hier konnten die Beherbergungsbetriebe ein Plus von rund vier Prozent verbuchen. Das größte Interesse an einem Urlaub an der Elbe hatten die Polen. Bis Ende September übernachteten mehr als 37.000 Menschen aus dem Nachbarland in Dresden. Dahinter folgten US-Amerikaner (rund 25.000 Touristen) und Österreicher (rund 24.500 Touristen).
Regelrecht eingebrochen sind die Anreisen aus der Schweiz. Von da kamen etwa 16.600 Übernachtungsgäste, was einen Rückgang um 20 Prozent bedeutet. Bei den Tschechen – in den vergangenen Jahren ebenfalls regelmäßig auf den vorderen Plätzen bei den Herkunftsländern – ging die Zahl der Ankünfte um acht Prozent zurück.
Das größte Wachstum ging von den Kroaten aus – plus 63 Prozent. Da nur 18 Prozent aller Dresden-Touristen aus dem Ausland kamen, konnte der Verlust deutscher Gäste nicht ausgeglichen werden.
Rammstein-Effekt fehlt
Neben den Monaten Februar und März liefen der Mai und der Juni schlechter als 2024. Im vorigen Jahr konnte Dresden in diesen beiden Monaten vor allem mit den Rammstein- und AC/DC-Konzerten viele Touristen anlocken – ein einmaliger Effekt.
Die Dresden-Marketinggesellschaft (DMG), die im In- und Ausland um Touristen wirbt, hat sich auch die Zimmerauslastung der großen Innenstadt-Hotels angeschaut. Demnach waren die Hotelzimmer in den ersten drei Quartalen im Schnitt zu 63 Prozent belegt. Dresden lag damit im unteren Drittel, zusammen mit Leipzig, Düsseldorf und Frankfurt. An der Spitze stand Hamburg mit einer Zimmerauslastung von 77 Prozent.
Insbesondere im Dezember, in dem Dresden als „Weihnachtshauptstadt“ vermarktet wird, dürfte der Tourismus Boden gutmachen. Die komplette Bilanz für 2025 wird erst im Februar feststehen.
SZ


