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Firmen im Königsbrücker Gewerbegebiet werben stärker für sich – auch mit einem Fest

In Königsbrück gibt es direkt an der B97 ein Gewerbegebiet. Zu sehen sind allerdings nur die Unternehmen direkt an der Straße. Unternehmer haben sich zusammengeschlossen, um das zu ändern.

Lesedauer: 3 Minuten

Sie stehen auf einer Kreuzung im hinteren Teil des Königsbrücker Gewerbegebietes: Unternehmerin Mareike Stache, der Königsbrücker Bürgermeister Heiko Driesnack, der Chef der Firma NES-Service Christian Nestler, und die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Sonita Bellinghausen (v.l.). Sie alle wollen mit einer gemeinsamen Aktion helfen, dass das Gewerbe sichtbarer wird. Quelle: Matthias Schumann

Von Heike Garten

Königsbrück. Christian Nestler geht ab und zu ins Kino. Dabei fällt ihm vor dem Film immer wieder ein Werbespot ins Auge. Dieser steht unter dem Motto: „Du bist gut? Dann zeige es auch!“ Damit werben Firmen für mehr Sichtbarkeit.

Christian Nestler ist selbst Inhaber einer Firma, der NES-Service Thiendorf/Königsbrück. Und er fragte sich, ob dies nicht auch ein Slogan für die eigene Firma beziehungsweise für alle Firmen im Königsbrücker Gewerbegebiet sein könnte.

Wir sitzen hier in der zweiten Reihe, viele wissen gar nicht, dass es uns gibt. – Christian Nestler, Firmeninhaber

Zum Hintergrund: Das Gewerbegebiet liegt direkt an der B97 am Ortsausgang von Königsbrück in Richtung Laußnitz. Hunderte Autos fahren täglich auf der Bundesstraße an dem Gewerbegebiet vorbei, Pkw und viele Laster. Doch welche Unternehmen dort angesiedelt sind, bemerkt man nicht. Direkt an der Straße liegt nur die Tankstelle, dann führt eine Straße in das Gewerbegebiet. Dabei gibt es doch zahlreiche Firmen dort.

Nicht nur Firmen aus dem Gewerbegebiet

Insgesamt sind es mehr als zehn Unternehmen, angefangen bei Discountern, Autohäusern, Produktionsfirmen, der Diakonie bis hin zu Dienstleistern. Die Firma von Christian Nestler selbst bietet einen Containerdienst, Transportleistungen und übernimmt Bagger- und Abrissarbeiten sowie Landschaftsgestaltung. „Wir sitzen hier in der zweiten Reihe, viele wissen gar nicht, dass es uns gibt“, sagt der Chef.

Es ist immer eine gute Sache, wenn aus der Mitte heraus etwas entsteht. – Heiko Driesnack, Bürgermeister

Genau das wollen er und weitere Partner jetzt ändern, und haben eine entsprechende Initiative gestartet. Mit im Boot sind auch Gewerbetreibende der Innenstadt. Dafür hat sich Mareike Stache starkgemacht, die an der Kamenzer Straße unter dem Namen Courage Deluxe eine Beauty-Lounge mit medizinischen Leistungen betreibt und außerdem als Social-Media-Beraterin agiert. Auch die Stadtverwaltung Königsbrück unterstützt die neue Initiative.

Doch was genau ist für den Start geplant? Auftakt für mehr Sichtbarkeit soll ein Gewerbefest sein, das für den 26. September geplant ist. Bürgermeister Heiko Driesnack (CDU) hat die Schirmherrschaft dafür übernommen. „Es ist immer eine gute Sache, wenn aus der Mitte heraus etwas entsteht. Logisch, dass die Stadt das unterstützt“, sagte er bei einem Pressegespräch. Seine Mitarbeiterin Sonita Bellinghausen, die auch für Tourismus in der Stadt verantwortlich ist und die Königsbrück-Information leitet, ergänzt: „Wir freuen uns als Stadt, dass was in dieser Richtung passiert“, sagt sie. Das sei nicht nur für die Gewerbetreibenden gut, sondern auch für ganz Königsbrück.

Gewerbefest am 26. September

Für das Gewerbefest im September gibt es schon erste Ideen. Es soll von 10 bis 18 Uhr im Gewerbegebiet stattfinden. Geplant sind unter anderem eine Kinderstraße mit Flohmarkt, die Feuerwehr zeigt sich bei einer Übung und Roboter zeigen, wie man etwas abreißt und die Teile zerkleinert. Alle Besucher haben freien Eintritt, jeder Gewerbetreibende kann selbst entscheiden, wie er sich präsentiert – mit einem Stand, Betriebsführungen oder Ähnlichem. „Da können die Beteiligten ihre eigenen Ideen entwickeln“, sagt Christian Nestler. Dabei können sich Firmen, Vereine, aber auch Privatleute präsentieren. Auch für junge Leute soll etwas dabei sein. Die Versorgung mit Speisen und Getränken übernimmt die Firma Schemp aus Königsbrück. Für den Abend ist ein kleiner Handwerkerausklang geplant.

Firmen auch aus Laußnitz und Freital dabei

Bisher haben schon einige Firmen signalisiert, beim Gewerbefest mit dabei zu sein. Sie kommen nicht nur aus Königsbrück, sondern auch aus Laußnitz und sogar aus Freital. Mareike Stache hat durch ihre Arbeit Kontakt mit vielen Unternehmen und will diese ansprechen, bei dem Fest mitzumachen. Einnahmen aus der gastronomischen Versorgung sollen einem sozialen Zweck, ganz konkret dem DRK, zukommen.

Für Montag, den 22. Juni, ist ein erstes Treffen auf dem Gelände der Firma Nestler geplant. Daran können sich alle beteiligen, die jetzt schon wissen, dass sie sich am Gewerbefest beteiligen wollen. Es sollen Ideen entwickelt werden, wie sie sich dabei einbringen wollen.

Letztlich ist dies ein Anfang, dem weitere Aktivitäten folgen können. Schließlich geht es darum, die Firmen im Gewerbegebiet Königsbrück mit ihren Leistungen zukünftig besser sichtbar zu machen.

SZ

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