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Großer Windpark und teure Batteriefabrik: Leag investiert in der Lausitz

Der Kohleförderer Leag baut 17 Windkrafträder bei Forst. Und am Kraftwerk in Boxberg ist gar ein 200-Millionen-Euro-Projekt geplant.
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Man sieht eine Landschaft mit Windrädern.
Diese Visualisierung zeigt, wo die Leag insgesamt 17 neue Windkraftanlagen bei Forst errichten will.

Cottbus/Forst/Boxberg. Der Braunkohleförderer und Stromproduzent Lausitzer Energie AG (Leag) hat grünes Licht für seinen ersten großen Windpark erhalten. Der Konzern teilte am Mittwoch in Cottbus mit, seine Firmentochter EP News Energies GmbH (Epne) habe die entsprechende Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bekommen. Zuvor hatte die Leag von einer 200 Millionen Euro schweren Investition beim Aufbau einer neuen Batterietechnologie in Boxberg im Kreis Görlitz berichtet.

Der Windpark besteht aus 17 Windkrafträdern und soll bis 2025 nahe der Stadt Forst auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde errichtet werden. Den Angaben zufolge fließen dann etwa 270.000 Megawatt Strom jährlich ins Netz. Das entspreche dem Jahresstrombedarf von 77.000 Drei-Personen-Haushalten. Leag-Vorstandschef Thorsten Kramer wertete das Projekt als weiteren „Meilenstein beim Umbau der Lausitz zu Deutschlands grünem Powerhouse“.

Neuartige Speichertechnologie am Kohlekraftwerk

Epne-Geschäftsführer Dominique Guillou betonte, bei der Genehmigung handle es sich um die zweitgrößte, die in Deutschland bislang für einen Windpark an Land erteilt worden sei. Man werde mit Vorbereitung des Baugrunds in den nächsten Monaten beginnen. Das Projekt trage den Namen Forst-Briesnig II und umfasse rund 320 Hektar. Forsts parteilose Bürgermeisterin Simone Taubenek sagte, das Projekt werde Investoren anziehen. „Grüner Strom aus regionaler Erzeugung plus Zukunftsjobs und kommunale Steuereinnahmen sind für uns ein Erfolgsmodell.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Leag über eine Vereinbarung mit dem US-Konzern ESS Tech zum Bau eines neuen Langzeit-Energiespeichers am Kohlekraftwerk Boxberg berichtet. Die gesamten Investitionen beliefen sich auf 200 Millionen Euro. Die Finanzierung wolle man „mit zusätzlichen Investoren und Interessengruppen“ stemmen, hieß es. Die Inbetriebnahme soll 2027 erfolgen. ESS-Chef Eric Dresselhuys sieht in dem Projekt „ein Modell für die Umstellung von Kohle auf saubere, erneuerbare Energien“.

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