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Kartellamt sagt Ja zu Chipfabrik-Beteiligung von Bosch und Infineon

Der taiwanesische Halbleiterhersteller TSMC will in Dresden Mikrochips für die Autoindustrie herstellen. Bosch, Infineon und NXP dürfen sich beteiligen.
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Man sieht die Logos folgender Firmen: Infineon, Bosch und TSMC.
Bosch, Infineon und NXP dürfen jeweils 10 Prozent der Anteile an der vom taiwanesischen Chipkonzern TSMC gegründeten Firma European Semiconductor Manufactoring Company (ESMC) erwerben © Archivbild: ronaldbonss.com; xcitepress; dpa

Bonn/DresdenDas Bundeskartellamt hat die geplante Beteiligung des Automobilzulieferers Bosch sowie der Chiphersteller Infineon und NXP an einer neuen milliardenschweren Halbleiter-Fabrik in Dresden freigegeben.

Die drei Firmen dürfen jeweils 10 Prozent der Anteile an der vom taiwanesischen Chipkonzern TSMC gegründeten Firma European Semiconductor Manufactoring Company (ESMC) erwerben, wie die Bundesbehörde am Dienstag in Bonn mitteilte. TSMC wird künftig 70 Prozent an dem Unternehmen halten.

„Die geopolitischen Verwerfungen der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig gesicherter Zugang zu Halbleitern gerade auch für die deutsche Industrie ist“, sagte Behördenchef Andreas Mundt. Den Wettbewerb sieht er nicht beeinträchtigt, die Beteiligungen seien „voll im Einklang mit den fusionskontrollrechtlichen Vorgaben“.

Die Technologiefirmen Bosch aus Baden-Württemberg, Infineon aus Bayern und NXP aus den Niederlanden brauchen für ihre Produkte große Mengen an Chips, die sie teilweise selbst bauen und teilweise von Auftragsfertigern wie TSMC bekommen.

Der Spatenstich der neuen Fabrik, die auch dank umfangreicher Subventionen ermöglicht wird, soll in der zweiten Jahreshälfte 2024 erfolgen, der Produktionsstart wird für 2027 angestrebt. Die in Dresden gefertigten Chips werden wohl zum großen Teil in Autos verbaut werden. (dpa)

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