Von Anja Beutler
Görlitz. Als positives Zeichen hatte Kaufhaus-Investor Winfried Stöcker im vergangenen August angekündigt, dass das fränkisch-bayerische Modehaus Wöhrl recht bald in die untere Etage seines Görlitzer Kaufhauses einziehen könnte. Er bezeichnete das damals – nach persönlichen Gesprächen mit Wöhrl – als mögliche und wahrscheinliche „Übergangslösung“, bis er mit den Bauarbeiten beginnen könne. Inzwischen ist allerdings klar: Wöhrl wird nicht kommen.
Hatte das Unternehmen im vergangenen August auf SZ-Anfrage noch bestätigt, dass es persönliche Kontakte und „konstruktive Gespräche“ zwischen dem Modehaus und Stöcker gebe, allerdings noch keine Entscheidung, ist das jetzt anders: „Wöhrl hat derzeit keine Ambitionen, in Görlitz einen Standort zu eröffnen. Entsprechende Überlegungen werden nicht weiterverfolgt“, teilte Frank Elsner nun für das Unternehmen mit.
Woran die Idee für Görlitz gescheitert ist, hat Wöhrl bislang nicht mitgeteilt. Fakt ist, dass Winfried Stöcker nach wie vor keine Baugenehmigung hat, weil unter anderem das Planfeststellungsverfahren noch andauert.
Dass Wöhrl durchaus Interesse am Ausbau seines Filialnetzes im Osten des Landes hat, zeigen die jüngsten Entwicklungen: Erst dieser Tage wurde bekannt, dass das Modeunternehmen im November seine erste Filiale in Chemnitz eröffnen wird, auf rund 2000 Quadratmetern im ehemaligen Galeria-Gebäude am Neumarkt. Auch in Dresden, Leipzig, Magdeburg, Plauen und Hof ist Wöhrl präsent.
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