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Marina-Camping verfehlt Übernachtungs-Rekord

Der Wasserwanderastplatz am Geierswalder See hat sich etabliert. Warum sich trotzdem kein privater Betreiber findet.

Lesedauer: 2 Minuten

Ein Blick auf den Marina-Campingplatz am Geierswalder See. Er verfügt über 20 Stellplätze für Wohnmobile und zehn Stellplätze für Zelte. Quelle: Zweckverband LSS

Ralf Grunert

Geierswalde. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 2022 wird der Wasserwanderrastplatz Marina-Camping am Geierswalder See in Eigenregie durch den Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) betrieben. Das wurde seinerzeit entschieden, nachdem die Ausschreibung einer externen Bewirtschaftung erfolglos geblieben war. Die Betreibung ist offenbar für einen privaten Dritten aufgrund der geringen Kapazität des Campingplatzes, der über 20 Stellplätze für Wohnmobile und zehn Stellplätze für Zelte verfügt, wirtschaftlich nicht rentabel zu bewerkstelligen. An dieser Situation hat sich nichts geändert. Daher hat die Verbandsversammlung des ZV LSS in ihrer jüngsten Zusammenkunft beschlossen, dass der Zweckverband das Marina-Camping auch im Zeitraum 2026 bis 2029 weiter betreiben soll.

Wie der Zweckverbandsgeschäftsführer Daniel Just erklärte, sei es mittlerweile gelungen, den Wasserwanderrastplatz erfolgreich am Markt zu etablieren. Inzwischen wurde der Betrieb über zwei volle Saisons sichergestellt. Voraussetzung, um weitermachen zu können, ist die personelle Ausstattung des Zweckverbandes. Der verfügt jetzt über 13 Stellen, darin eingeschlossen zwei Teilzeitstellen. Acht dieser Stellen werden über das Stark-Programm zu 90 Prozent bis Ende 2029 gefördert. In Summe macht das nach Auskunft von Daniel Just 2,2 Millionen Euro für weitere vier Jahre. Die bislang befristet eingestellten Mitarbeiter können nunmehr weiterbeschäftigt werden bis mindestens August 2029. Für den operativen Bereich, der auch Tätigkeiten in der Bewirtschaftung übernehmen soll, konnten eineinhalb Stellen mehr geschaffen werden.

Ziel ist es, dass die Bewirtschaftung unserer touristischen Anlagen in hoher Qualität gewährleistet werden kann. – Daniel Just, Geschäftsführer Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen

„Ziel ist es, dass die Bewirtschaftung unserer touristischen Anlagen in hoher Qualität gewährleistet werden kann“, so der Zweckverbandsgeschäftsführer. Dazu gehört neben dem Betrieb des Marina-Campings unter anderem die kontinuierliche Reinigung der Seerundwege. Darüber hinaus wird auch eine Grundreinigung der touristische relevanten Hauptstrände erfolgen. Im Investitionsprogramm für 2026 sei daher die Anschaffung entsprechender Technik vorgesehen.

Ein Hauptaugenmerk gilt natürlich dem Wasserwanderrastplatz. Wie Daniel Just informierte, erfolgte direkt im Anschluss an das zurückliegende Saisongeschäft auf dem Gelände des Marina-Campings eine Neuausrichtung der Stellplätze, um eine optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden Fläche zu erreichen. Vor wenigen Tagen wurden zudem Werterhaltungsarbeiten an der Steganlage durchgeführt. Es ist immerhin knapp 20 Jahre her, dass diese 2007 zu Wasser gelassen wurde.

Für nächstes Jahr ist vorgesehen, auf dem Mehrzweckgebäude am Wasserwanderrastplatz eine Photovoltaik-Anlage zu errichten, kündigte Daniel Just an. Über Eigenproduktion von Strom sollen die Betriebskosten gesenkt werden, um konkurrenzfähige Preise für die Camper sicherzustellen. Die WLAN-Versorgung ist ebenfalls eine Aufgabe, die im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll, um auch den entferntesten Stellplatz zu erreichen.

Was die Besucherzahlen angeht, so verzeichnete der Zweckverband 2025 eine gute Auslastung des Wasserwanderrastplatzes, über Pfingsten und den Männertag sogar eine volle Auslastung. Seit dem Start im Jahr 2022 mit knapp 2300 in einer nicht ganz kompletten Saison wurde die Anzahl der Übernachtungen im zu Ende gehenden Jahr mit 5411 mehr als verdoppelt. Das Jahr 2024 mit 5647 Übernachtungen konnte zwar nicht ganz erreicht werden. Das lag aber unter anderem am nicht ganz optimalen Wetter, das der gesamten Branche zu schaffen gemacht hat, und darüber hinaus auch an der etwas schwierigen Zufahrtssituation infolge der Vollsperrung wegen des Brückenbaus auf der Kreisstraße aus Richtung Senftenberg.

SZ

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