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Mehr Lithium im Erzgebirge

Probebohrungen im Raum Altenberg-Zinnwald zeigen, dass das begehrte Mineral in weitaus höherer Konzentration im Gestein vorhanden ist.
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Das Material Lithium als Bestandteil von Batterien.
Begehrtes Mineral: Im Erzgebirge gibt es mehr Lithium als erwartet. Foto: Adobestock.

Von Annett Kschieschan

Freiberg. Im Erzgebirge gibt es offenbar deutlich mehr Lithium als vermutet. Das ist das Ergebnis einer Bohrkampagne im Raum Altenberg und Zinnwald. „Aufgrund der immensen Datenfülle“ habe die Auswertung länger gedauert, so Marko Uhlig, Geschäftsführer der Zinnwald Lithium GmbH mit Sitz in Freiberg. Die Auswertung lag in der Verantwortung des auf Mineralogie spezialisierten und unabhängigen Ingenieurbüro Snowden Optiro Ltd im englischen Bristol. Demnach lagern im vorgesehenen Bergbaugebiet rund 430.000 Tonnen Lithium. „Das ist erfreulich, ist es doch deutlich mehr, als die erste Schätzung 2018 ergeben hat. Damals ging man noch von maximal 125.000 Tonnen aus“, so Uhlig weiter.

Der Zuwachs basiert demnach auf dem Umfang der Bohrungen, bei denen aus 84 Bohrlöchern insgesamt 26.911 Meter Bohrkerne gefördert wurden. Untersucht wurde nicht nur die sogenannte Kernzone, sondern zusätzlich ein großer Bereich mit mineralisiertem Granit. Auch dort fand man hohe Lithiumanteile. Gebraucht wird Lithium unter anderem zur Herstellung von wiederaufladbaren Batterien etwa für Smartphones, Tablets und auch für E-Autos. Es sei erfreulich, „dass die jetzt nachgewiesene Größe der mineralisierten Zone mit einer Mächtigkeit von bis zu 80 Metern und die Kontinuität des Erzes eine effizientere Gewinnung mit dem Potenzial, die Lithiumproduktion erheblich zu steigern, unterstützen wird“, so Marko Uhlig.

Die Zinnwald Lithium GmbH, gegründet 2007 und inzwischen börsennotiert, konzentriert sich nach eigenen Angaben „auf das Zinnwald-Lithium-Projekt in Deutschland, um Lithiumprodukte in Batteriequalität zu liefern.“

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