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Mehr Menschen in Sachsen sind arbeitslos

Die Arbeitslosenquote betrug im Januar in Sachsen 6,7 Prozent und ist damit gestiegen. Der gleiche Trend zeigt sich auch bundesweit.

Lesedauer: 2 Minuten

Man sieht eine Fahne, die vor dem Eingang eines Jobcenters weht
Eine Fahne weht vor dem Eingang eines Jobcenters © Carsten Koall/dpa

Chemnitz. Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im Januar im Vergleich zum Dezember um gut 9.100 auf rund 141.200 Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote sei um 0,5 Punkte auf 6,7 Prozent nach oben gegangen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mit.

Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 10.300, die Quote um 0,5 Punkte. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 15. Januar vorlag.

Die Arbeitslosenquote in Sachsen ist auf 6,7 Prozent gestiegen, in der Oberlausitz auf 7,8.
©  SZ-Grafik: Gernot Grunwald

„In einem Januar steigen üblicherweise die Arbeitslosenzahlen sehr kräftig“, erklärte die zuständige Regionaldirektion die Entwicklung. Das sei ganz normal und auf saisonale Gründe zurückzuführen.

Arbeitslosigkeit in Deutschland geht weiter nach oben

Die Zahl der Arbeitslose ist bundesweit im ersten Monat des Jahres saisonüblich auf 2,805 Millionen gestiegen. Das seien 169.000 mehr als im Dezember 2023 und 189.000 mehr als im Januar vorigen Jahres, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Punkte auf 6,4 Prozent. Die Bundesagentur griff bei ihrer Januar-Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 15. des Monats vorlag.

„Der alljährliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel fällt in diesem Jahr geringer aus. Auch die Beschäftigung und Arbeitskräftenachfrage zeigen sich konstant, sodass sich der Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn trotz der anhaltenden Wirtschaftsschwäche stabil zeigt“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles.

Dennoch werden die Chancen für Arbeitslose, einen neuen Job zu finden, kleiner. Im Januar waren nach Angaben der Bundesagentur 699.000 Arbeitsstellen als offen gemeldet. Das sind 66.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach wie vor schwierig bleibt die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Viele Lehrstellen, die von Betrieben angeboten werden, können nicht besetzt werden. In der sogenannten Nachvermittlungszeit waren den Angaben zufolge von Oktober 2023 bis Januar 2024 mit 64.000 gut 1.000 junge Menschen mehr auf Ausbildungssuche als im Jahr zuvor. Dem standen 85.000 gemeldete Ausbildungsstellen in Betrieben gegenüber, knapp 4.000 mehr als im Vorjahr.

28.000 Bewerberinnen und Bewerber waren im Januar 2024 laut BA noch unversorgt und weitere 18.000 suchten trotz Alternative weiterhin eine Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren 18.000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. (dpa)

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