Natalie Meinert und Luisa Zenker
Dresden. Die Produktion von Industriewiderständen beim Dresdner Unternehmen Heine Resistors bleibt laut der Gewerkschaft IG Metall erhalten. Dennoch wird ein Teil der Arbeitsplätze abgebaut, erklärt nun ein Sprecher des Mutterkonzerns, die Knorr Bremse AG auf Anfrage dieser Zeitung.
Die Beschäftigten von Heine Resistors in Dresden-Reick produzieren elektronische Widerstände für Industrie und Bahn. Zweiteres wird nun Geschichte sein. Denn die Produktion von Bahnwiderständen soll nach Polen überführt werden. Im Gegenzug wird ein Teil der Vorfertigung für Industriewiderstände aus Polen zurück in den Dresdner Stadtteil Reick verlagert.
Heine Resistors baut in Dresden zehn Stellen ab
Insgesamt werden etwa 55 Beschäftigte bei Heine Resitors in Dresden bleiben. „Aus Polen kommen keine Beschäftigten hinzu, mit Ausnahme temporärer Aufenthalte polnischer Beschäftigter zum Zwecke der Einarbeitung. Insgesamt werden in Dresden 10 Arbeitsplätze abgebaut“, erklärt Sprecher Julian Ebert vom Mutterkonzern.
Im Frühjahr 2025 hatte die börsenotierte Konzernmutter Knorr-Bremse angekündigt, die gesamte Fertigung nach Polen zu verlagern. Als Grund nannte sie die kosteneffiziente Produktion. Im Mai hieß es seitens des Unternehmens, dass 42 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Die IG Metall warf dem Konzern vor, bekannt für Tarifflucht und lange Arbeitszeiten zu sein. Trotz 42 Wochenstunden Arbeit sollte die Produktion ins Ausland verlagert werden.
Daraufhin initiierte die IG Metall gemeinsam mit dem Betriebsrat eine sogenannte Zukunftswerkstatt, um Lösungen für den Erhalt des Standorts zu erarbeiten. „Widerstand lohnt sich. Und dazu gehören auch konstruktive strategische Prozesse mit den Arbeitgebern“, sagte Stefan Ehly, erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa.
Die Geschäftsführung hat diese Zukunftsvorschläge „wohlwollend geprüft“, sagt Unternehmenssprecher Ebert. Letztlich hat man sich für eine der vorgestellten Varianten entschieden. „In Summe ergibt sich für den Standort Dresden damit eine klare Zukunft.“
SZ


