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Netzwerk forscht für die Sicherheit

Hinter dem Kürzel I2SN steht ein Thema mit bundesweiter Relevanz, an dem in Leipzig gearbeitet wird.

Lesedauer: 2 Minuten

Blick in einen Konferenzsaal
Sicherheit im Fokus: Im April 2026 fand in Leipzig eine Konferenz des Fraunhofer FKIE zum Thema Verteidigung und Sicherheit statt. Zeitgleich nahm das Forschungsnetzwerk „Innovation in Integrierter Sicherheit und Nachhaltigkeit“ – kurz I2SN – offiziell die Arbeit am Standort Leipzig auf. Foto: Fraunhofer FKIE/Jörg Riethausen

Von Annett Kschieschan

Leipzig. Das Thema Cybersicherheit hat in den vergangenen Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Das liegt einerseits an den rasant wachsenden technischen Möglichkeiten – unter anderem durch die Künstliche Intelligenz – und andererseits an den sich weltweit zuspitzenden Konfliktlagen. Was das alles mit Sachsen zu tun hat? Eine Menge, denn Cyberattacken kennen keine Ländergrenzen, und auch hierzulande steigt die Zahl der Hackerangriffe. Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie( FKIE) setzt genau hier mit dem Forschungsnetzwerk „Innovation in Integrierter Sicherheit und Nachhaltigkeit“ – kurz I2SN – an, das im Frühjahr am Standort Leipzig offiziell seine Arbeit aufgenommen hat. Die Eröffnung war in die Konferenz zum Thema „Gesamtstaatliche Verteidigung und Resilienz“ eingebunden.
Und das nicht von ungefähr. „Sicherheits- und Verteidigungsforschung haben für Fraunhofer höchste Priorität. Mit unserer interdisziplinären Expertise und anwendungsnahen Forschung stärken wir gezielt die technologische Souveränität Deutschlands und Europas, tragen zum Aufbau einer resilienten Sicherheitsarchitektur bei und entwickeln innovative Lösungen, um aktuellen und zukünftigen Bedrohungen wirksam zu begegnen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, im Rahmen der Veranstaltung.
Derzeit seien Cyberangriffe, Desinformation oder Sabotage von besonderer Bedeutung. „Gerade durch die zunehmende hybride Kriegsführung, ist es in der Verteidigungsforschung immanent wichtig, dass Lösungen schnell aus dem Labor in die Anwendung kommen. Am neuen Standort des Fraunhofer FKIE bündeln wir unsere Kompetenzen in Software Defined Defence sowie Cybersicherheit und Resilienz und entwickeln zusammen mit der Industrie anwendernahe Technologien, um solche komplexen Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und schnell handlungsfähig zu sein“, so Hanselka weiter.

Antworten auf wichtige Fragen der Zeit
Damit stehen in Leipzig genau die Themen im Fokus, die auch als besonders relevant für die bundesweite Sicherheits- und Verteidigungsstruktur gelten. Und nicht nur dort. Das Institut engagiert sich zudem im „Lernlabor Cybersicherheit“ zu digitaler Forensik an der Hochschule Mittweida. Zusätzlich entsteht in Löbau in der Oberlausitz ein Forschungs- und Teststandort für neue Entwicklungen.
Bis Ende 2027 soll I2SN als multidisziplinäres Netzwerk nicht nur aufgebaut, sondern auch strukturell verankert werden. Gemeinsam mit 15 assoziierten Partnern aus Universitäten und Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Freistaat Sachsen will man dabei helfen, Antworten auf die großen (Sicherheits-)Fragen der Zeit zu finden.
Der Freistaat sei dafür übrigens bestens geeignet, konstatierte das Fraunhofer FKIE bereits bei der Vorstellung des Projekts im vergangenen Jahr. „Sachsen bietet für Forschung und Innovation in Verteidigung und Sicherheit eine einzigartige Forschungslandschaft: Hier sind wichtige Player auf internationalem Top-Niveau angesiedelt, die gemeinsam die aktuellen und zukünftigen Bedarfe in der Sicherheits- und Verteidigungsforschung abdecken. Technologie und Wissen können in direkt nutzbare, militärische und zivile Anwendungen überführt werden“, so Dr. Christoph Igel, Sprecher des Netzwerks und stellvertretender Institutsleiter. Dies sichtbar zu machen, die damit einhergehenden Aufgaben zu bündeln und in die Umsetzung zu bringen, müsse demnach die „zentrale Aufgabe des Forschungsnetzwerks I2SN“ sein.


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